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Praxisbericht

Landwirt Bützler: Güllefahren, Not-OP und Polterabend

Sebastian Bützler/Eva Eckinger/agrarheute
am
23.06.2016

Sebastian Bützler bewirtschaftet in der Nordeifel einen Milchviehbetrieb. Für agrarheute berichtet der 33-jährige Landwirt aus der Praxis. Diese Woche: 1500 m³ Gülle gefahren, Brunstdaten aufs Handy und ein fröhlicher Polterabend.

Auch die vergangene Woche war für Landwirt Bützler wieder arbeitsreich. Von Montag bis Mittwoch wurde Gülle gefahren, bis nichts mehr da war. Alles in allem kam er auf ungefähr 1500 m³.

Wie auf einem Betrieb üblich, musste auch wieder etwas repariert werden. Im Silo sind zwei Schrauben vom Getriebe gerissen. Am Ende musste das ganze Mähwerk auseinander gebaut werden, damit die eine Schraube herausgebohrt und die neuen eingesetzt werden konnten.

Roboterwartung und Brunstdaten aufs Handy

Am Mittwoch hat dann der dritte Roboter seine Wartung bekommen. Die anderen wurden bereits in der Woche zuvor unter die Lupe genommen, wie unser Landwirt auf agrarheute berichtete.

Zudem wurde eine Stall-Antenne angebracht, die alle zwei Stunden die Brunstdaten der Kühe erfasst. Sobald eine Kuh brünstig ist, erhält Landwirt Bützler eine Meldung auf sein Mobiltelefon.

Labmagen: Not-OP bei Kuh

Donnerstag war der Tierarzt auf dem Hof und hat eine Kuh untersucht, die Labmagenverlagerung hatte. Sie wurde sofort operiert und es geht ihr nun wieder blendend, berichtet der junge Landwirt erleichtert. "Mit Labmagen habe man es im Bestand nur sehr selten zu tun, höchstens alle zwei Jahre", so Bützler.

Am Samstag war es dann endlich einmal trocken genug, um zu Mulchen - allerdings nicht auf allen Flächen, wie in der Bildergalerie zu sehen ist.

Polterabend und Mietschlepper putzen

Auch den sozialen Verpflichtungen muss und will man nachkommen. So wurden zwischendurch noch ein paar Dachpfannen für einen Polterabend am Samstag organisiert. Über den eigenen Polterabend von Landwirt Bützler hat agrarheute damals sogar extra berichtet. Die 'Sauerei' musste am Sonntag dann wieder aufgeräumt werden. "Weil es sich gehört, wer Dreck macht hilft auch am nächsten Tag", erklärt Bützler.

Am Montag schließlich musste der Mietschlepper wieder geputzt und zurück zum Händler gefahren werden.

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