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Praxisbericht

Landwirt Bützler: Mähen, Häckseln und Responder tauschen

Sebastian Bützler/Eva Eckinger/agrarheute
am
16.06.2016

Sebastian Bützler bewirtschaftet in der Nordeifel einen Milchviehbetrieb. Für agrarheute berichtet der 33-jährige Landwirt aus der Praxis. Diese Woche: Ein vollgelaufener Keller, die Erneuerung der Responder von 180 Milchkühen sowie Mähen und Häckseln.

Am Montag holte sich Landwirt Bützler einen Traktor, um zu Mähen. Seit über zwei Jahren leiht er sich bereits einen externen Schlepper aus, da auf dem Betrieb ohnehin zu wenige vorhanden sind und seine große Maschine schon etwas älter ist. Also wurde schon einmal alles an den Traktor angehangen, die Mähwerke sowie der Wender fertig gemacht.

Als mit der Arbeit begonnen werden sollte, machte ihnen aber das nächste Wetterchaos einen Strich durch die Rechnung.

Wetterchaos und ein vollgelaufener Keller

Es fing an zu regnen. Rund um den Milchviehbetrieb war es nur ein Liter, aber nur zehn Kilometer weiter herrschte "totales Chaos", so Landwirt Bützler. Da bei seinem Schwiegervater der Keller vollgelaufen war, musste dort ausgeräumt sowie Gräben gezogen werden. Nach all dem Schreck genehmigte sich die Familie abends einen Besuch auf der Kirmes.

Responder bei 180 Milchkühen erneuern

Am Dienstag wurden die ersten zwei Roboter einer Wartung unterzogen. Eine arbeitsreiche Aufgabe! Landwirt Bützler fing bereits am Nachmittag damit an, die ersten Halsbänder der Kühe abzustreifen und sie komplett auseinander zu bauen. Dann musste ein neuer Responder darauf gezogen und alle Nummern sowie das Gewicht vermerkt werden, bevor das Halsband wieder übergezogen wurde.

Abends kamen dann Freunde und Verwandte, die dabei halfen, das Prozedere bei allen 180 melkenden Kühen zu erledigen, die noch den alten Responder hatten. Zeitgleich hat ein Monteur die Antennen im Roboter getauscht.

Trockenes Wetter: Mähen und Wenden

Am Mittwoch meldete der Wetterbericht ein paar trockene Tage. Es konnte also endlich gemäht werden. Mit zwei Lohnunternehmern ging es also an die Arbeit, die auch am Donnerstag weiterging. "Wir haben das Gras auch direkt gewendet, um es gut trocken zu bekommen", so Landwirt Bützler.

Am Donnerstagnachmittag war es so weit abgetrocknet, dass mit zwei Schwadern angefangen werden konnte. Auch der Lohnunternehmer kam erneut mit einem 4-Kreisel Schwader dazu.

Häckseln: Ein Traktor ist nicht genug

Freitagmorgen um acht Uhr stand dann Häckseln auf dem Plan. Landwirt Bützler musste schnell einsehen, dass ein Traktor auf dem Silo alleine nicht reicht. Er holte also den eigenen Traktor vom Mischwagen mit hinauf. Den Mietschlepper wiederum hing man an den Schwader des Lohnunternehmers, weil dieser Freitags den Schlepper woanders brauchte.

Aber leider passten die Ölkupplungen nicht - mussten noch schnell welche organisiert werden, bevor es damit los zum Schwaden ging.

Teamwork: Häckseln mit der ganzen Familie

Da die ganze Familie Bützler ein eingespieltes Team ist, kam auch der Schwiegervater nachmittags mit seinem Gespann als dritter Abfahrer, der abends wiederum von seiner Schwägerin abgelöst wurde. Um kurz vor zwölf Uhr abends schließlich waren dann ungefähr 130 Hektar gehäckselt.

Samstagmorgen um acht Uhr kamen zwei Ladewagen, um den Rest zusammenzufahren. Um ein Uhr war die letzte Fuhre abgeladen und das Silo konnte zugedeckt werden.

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