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Bodenforum

Langfristiger Trend: Stabile bis steigende Bodenpreise

Referneten Uwe Steffin, Christan Boedecker, Andreas Tietz und Marcel Gerds
© Kauffmann
von , am
27.01.2017

Auf dem 14. Bodenforum vom agrarmanager diskutierten Experten über die Bodenpreise und den Bodenmarkt. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche hat das Fachmagazin agrarmanager am 24. Januar 2017 das fast schon traditionelle Bodenforum veranstaltet. Die Kernaussagen der Referenten:

  • Andreas Tietz vom Thünen-Institut: keine Spekulationsblase am deutschen Bodenmarkt
  • Sachverständigen Christian Bödecker: langfristige Trends sprechen auf guten Agrarstandorten für stabile bis steigende Preise
  • Steuerberaters Dr. Marcel Gerds: die „6b-Rücklage“ animiert Bauern weiterhin zur Investition in neue Flächen

Keine Spekulationsblase am deutschen Bodenmarkt

Andresas Tietz beim Bodenforrum
Andreas Tietz vom Thünen-Institut (TI) erkennt noch keine Anzeichen für eine Spekulationsblase am hiesigen Bodenmarkt. © Kauffmann

Für Andreas Tietz vom Thünen-Institut (TI) ist in den vergangenen Jahren am deutschen Bodenmarkt eine dynamische Steigerung der Bodenpreise zu beobachten gewesen. Neben den Kaufpreisen hätten auch die Pachtpreise nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) jedes Jahr um 4 Prozent zugelegt. Dabei seien zunehmend Grenzkalkulationen und teils aggressives Verhalten der Bieter zu beobachten, so der Agrarökonom.

Dies hat nach seiner Darstellung zwar zu sinkenden Renditen bei Kauf- und Pachtflächen geführt. Dennoch sei die Anlage in Agrarflächen aber immer noch deutlich rentabler und damit interessanter als vergleichbare Anlagenprodukte. Aufgrund soliderer Rahmenbedingungen kann er aber noch keine Anzeichen für eine Spekulationsblase am hiesigen Bodenmarkt erkennen.

Bodenkauf bleibt attraktiv

Christian Boedecker beim Bodenforum
Für den Sachverstänigen Christian Bödecker bleibt der Bodenkauf weiterhin attraktiv. © Kauffmann

Obwohl die Preise für Marktfrüchte momentan weit von früheren Höchstständen entfernt sind, spricht nach Auffassung des Sachverstänigen Christian Bödecker weiterhin viel für den Kauf von Boden. So sei die wirtschaftliche Situation vieler Ackerbaubetriebe nicht zuletzt aufgrund sinkender Faktorkosten und steigender Effizienz immer noch verhältnismäßig gut. Auch blieben die längerfristigen Marktaussichten aufgrund der zunehmenden Nachfrage für Agrarprodukte tendenziell positiv, so der Sachverständige.

Paragraphen 6b bringt Dynamik in den Bodenmarkt

Marcel Gerds biem Bodenforum
Steuerberaters Dr. Marcel Gerds erklärt, wie sich Paragraphe 6b des Einkommensteuergesetzes auf den Bodenmarkt auswirkt. © Kauffmann

Unterstützung bekommt der Bodenmarkt nach Darstellung des Steuerberaters Dr. Marcel Gerds in hohem Maße vom Paragraphen 6b des Einkommensteuergesetzes, das den Gewinn aus Bodenverkäufen für vier Jahre steuerfrei stellt. Da der Erlös innerhalb dieser Frist aber wieder in feste Güter reinvestiert werden muss, bringt der Paragraph Gerds zufolge eine hohe Dynamik in den Markt.

Einen ausführlichen Bericht über die Situation am Bodenmarkt finden Sie in der Märzausgabe des agrarmanagers.

Mit Material von Agrar Europe

Grün sticht: Die Top 10 der zugelassenen Traktoren 2016

John Deere Traktoren im Stroh
Mit 5.222 (über alle Klassen) zugelassenen Traktoren bzw. einem Anteil von 18 Prozent belegt John Deere wie schon im Vorjahr den ersten Platz. "Vor dem Hintergrund der niedrigen Milchpreise und den insgesamt schwachen landwirtschaftlichen Einkommen war ein höherer Traktorabsatz nicht zu erwarten" beschreibt Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer der deutschen Vertriebs- und Marketingorganisation John Deere Vertrieb.Welches Modell der Hirschen am beliebtesten ist, erfahren Sie ab dem 24. Februar in der Ausgabe 3/2017 des dlz agrarmagazins. © Julia Eder
Fendt Traktor am Silo
2016 wurden 4.602 Fendt-Traktoren zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 16,0 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 17 Prozent, die ebenfalls für Platz 2 reichten. In welchen Regionen Fendt besonders beliebt ist, erfahren sie ebenfalls in der dlz 3/2017. © Julia Eder
Deutz-Fahr Traktor beim Grasmähen
Nach diesen beiden großen Haien im Becken der Landtechnik-Hersteller, folgt nun ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Bereich zwischen 2.000 und 3.000 Zulassungen. Platz 3 konnte sich hierbei Deutz-Fahr sichern mit 2.743 Zulassungen und 9,5 Prozent Marktanteil. © Julia Eder
Case IH Traktor bei der Bodenbearbeitung
Im Joint Venture erreichen die beiden Marken Case IH und Steyr Platz 4 mit zusammen 2.391 Zulassungen und einem Marktanteil von 8,3 Prozent. Die beiden Marken überholten damit den Viertplatzierten von 2015, nämlich ... © Julia Eder
Claas Traktor bei der Getreideernte
... Claas. Die Harsewinkler schafften es mit 2.048 Zulassungen nochmal in die Top 5 - und zwar haarscharf mit nur 27 Traktoren mehr als der Nächstplatzierte... © Julia Eder
Kubota-Traktor im Gras
... Kubota mit 2.021 Einheiten bzw. einem Marktanteil von 7,0 Prozent. Der japanische Hersteller konnte im Vergleich zu 2015 einen Platz gutmachen und verzeichnete als einziger Hersteller unter den Top 10 mehr zugelassene Traktoren als 2015. © Julia Eder
New Holland Traktor auf dem Feld
Nach Grün, Rot und Orange fehlt noch die Farbe Blau: Die dritte Marke im Konzern CNH Industrial, New Holland, kann sich mit 1.970 Traktoren Platz 7 und einen Marktanteil von 6,9 Prozent sichern. © Julia Eder
Massey Ferguson Traktor auf dem Feld
Massey Ferguson hält sich mit 1.156 Zulassungen auf dem 8. Platz des Vorjahres. Weil insgesamt weniger Traktoren zugelassen wurden, konnte Massey Ferguson den Marktanteil sogar von 3,8 Prozent (2015) auf 4,0 steigern. © Werkbild
Iseki-Traktor mit Pflug
Die Kleintraktoren von Iseki verhelfen dem japanischen Hersteller wie schon im Vorjahr in die Top 10. 851 Traktoren wurden vor allem im niedrigen PS-Bereich zugelassen. © Werkbild
Valtra-Traktor mit Frontgewicht
Erneut auf Platz 10 schaffen es die Finnen von Valtra mit 716 zugelassenen Einheiten und einem Marktanteil von 2,5 Prozent - immerhin 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr 2015. © Julia Eder
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