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Agrarbericht 2016

Milchkrise: Gewinneinbruch bei bayerischen Landwirten

Bayerisches Dorf
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Anke Fritz, agrarheute
am
19.10.2016

Brunner stellt mit dem Agrarbericht 2016 den aktuellen Stand der bayerischen Landwirtschaft vor: Die Betriebsaufgaben sind leicht gesunken, die durchschnittlichen Gewinne jedoch stark.

Der Strukturwandel in der bayerischen Landwirtschaft läuft langsamer ab als je zuvor. Das geht aus dem Agrarbericht 2016 hervor, den Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Mittwoch im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags vorstellte. Der Agrarbericht erscheint alle zwei Jahre und ist das umfangreichste Informations- und Datenwerk zur Lage der bayerischen Landwirtschaft.

Gewinne brechen um 19 Prozent ein

Nach Angaben des Ministers ist die Quote der alljährlichen Betriebsaufgaben in den vergangenen vier Jahren von 1,5 auf 1,1 Prozent erneut gesunken. Selbst der Anteil der Milchbauern, die ihre Milchviehhaltung zugunsten anderer Betriebszweige aufgegeben haben, blieb im langjährigen Durchschnitt von etwa vier Prozent. Wegen rückläufiger Verkaufserlöse sanken 2015 die Durchschnittsgewinne der hauptberuflich tätigen Bauern im Vergleich zum Vorjahr um fast 19 Prozent auf 43.100 Euro.

Bäuerliche Betriebe konkurrenzfähiger als Großbetriebe

Gerade in schwierigen Zeiten werde laut Brunner immer wieder deutlich, dass bäuerliche Betriebe flexibler, stabiler und damit konkurrenzfähiger sind als Großbetriebe. Deshalb bleibe es Schwerpunkt bayerischer Agrarpolitik, gezielt die Familienbetriebe zu stärken – ob durch passgenaue Förderprogramme, Investitionsanreize, Bildung oder Beratung.

Ziel sei es, eine möglichst große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe dauerhaft und flächendeckend zu erhalten. Das mache ländliche Räume attraktiver und sichere das soziale und kulturelle Leben auf dem Land. Rund 60 Prozent der Höfe in Bayern haben neben der Landwirtschaft inzwischen ein zweites unternehmerisches Standbein, vor allem in der Energieerzeugung, der Direktvermarktung und dem Tourismus.

Kerndaten zur bayerischen Landwirtschaft 2015

  • insgesamt 109.200 Bauernhöfe
  • mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 29,5 ha
  • darunter 8.100 Ökobetriebe
  • Gesamtumsätze (inkl. Ernährungs- und Forstwirtschaft): ca. 157 Mrd. Euro (14 Prozent der Gesamtumsätze der bayerischen Wirtschaft)
  • jeder siebte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt mit der Land- und Forstwirtschaft

Unter www.agrarbericht.bayern.de kann der Agrarbericht 2016 heruntergeladen werden. Er betrachtet die Wirtschaftsjahre 2013/2014 und 2014/2015.

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