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Forschungsprojekt OptiMIR

Neuer Ketoseindikator für die Milchleistungsprüfung in Baden-Württemberg

LKV NRW, LKV BW
am
14.12.2015

Die Landeskontrollverbände Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind am europäischen Forschungsprojekt 'OptiMIR' beteiligt.

Insgesamt 11 europäische Verbände mit zusammen mehr als 4,0 Mio. Kontrollkühen haben ihre Kräfte gebündelt, um über die bei der Routineuntersuchung der Milch anfallenden Spektraldaten mehr Informationen für das Herdenmanagement zu gewinnen.

Erste positive Ergebnisse liegen vor, weitere werden folgen. Im Rahmen des Projektes konnten Kalibrationsgleichungen u. a. für Milchfettsäuren, Beta-Hydroxybutyrat, Aceton und Citrat erarbeitet werden. Darauf aufbauend wurde ein Ketoseindikator aus der Milch entwickelt. Bei jedem Probemelken wird zukünftig bei Kühen bis zum 120. Laktationstag in 3 Kategorien das Ketoserisiko ausgewiesen: kein Ketoserisiko (1), geringes Ketoserisiko (2) und hohes Ketoserisiko (3). Mit Hilfe von Diagnosedaten des 'Gesundheitsmonitorings Rind Baden-Württemberg' wurde die Anwendung erfolgreich validiert.

Ab Mitte Dezember 2015 wird die Anwendung in Baden-Württemberg in die Praxis umgesetzt, Nordrhein-Westfalen wird zeitversetzt später folgen. Mitglieder des LKV Baden-Württemberg können sich das Ketoserisiko ihrer Kühe in der Frühlaktation über das Online-Herdenmanagement-Programm (RDV4M) des LKV anzeigen lassen.

Foto Startseite: Christine Endres

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