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Bodenmarkt

NRW: Bodenpreise sinken wieder

Luftaufnahme einer Kulturlandschaft
IT.NRW/Julia Eder/agrarheute
am
19.07.2016

2015 wurden in Nordrhein-Westfalen 17 Prozent weniger landwirtschaftlicher Flächen verkauft als im Vorjahr. Auch der Kaufwert der Flächen sank.

2015 wurden in Nordrhein-Westfalen 2.579 landwirtschaftliche Grundstücke verkauft, wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen meldet. Das entspricht einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.605 Hektar im Wert von knapp 140 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis ist damit 38.720 Euro je Hektar bzw. 3,87 Euro je Quadratmeter landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Gesamtverkaufswert 20 Prozent niedriger als 2014

Im Vergleich zum Jahr 2014 verringerten sich in Nordrhein-Westfalen sowohl die Zahl der Veräußerungsfälle als auch die Größe der veräußerten Fläche um 17,2 %. Der Gesamtverkaufswert war 2015 um 20 % niedriger. Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar war um 1.329 Euro (3,3 %) niedriger als ein Jahr zuvor. Damit gab es 2015 erstmals seit dem Jahr 2008 wieder einen Rückgang beim durchschnittlichen Kaufwert.

Regionale Unterschiede

Im Jahr 2015 ging die Zahl der Veräußerungen insbesondere in den Regierungsbezirken Münster (-34,0 Prozent) und Arnsberg (-28,2 Prozent) zurück. Auch in den Regierungsbezirken Köln (-11,5 Prozent), Düsseldorf (-10,3 Prozent) und Detmold (-9,0 Prozent) wechselten weniger landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer als ein Jahr zuvor.

Bei den Verkäufen wurden im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 52.400 Euro je Hektar die höchsten, im Regierungsbezirk Arnsberg mit rund 28.400 Euro die niedrigsten durchschnittlichen Kaufwerte erzielt.

Die Statistik erfasst laut IT.NRW alle Verkäufe von landwirtschaftlich genutzten Flächen (ab 0,1 Hektar), von denen angenommen werden kann, dass sie in absehbarer Zeit weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

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