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Einsturzgefahr

Präventionstipps: Sichere Heu- und Futterböden

Einsturz eines Dachstuhls
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Eva Eckinger, agrarheute
am
12.06.2018

In Nordrhein-Westfalen ist am Montagabend der Dachstuhl eines Bauernhofes eingestürzt. Die SVLFG gibt Tipps, worauf man bei Stalldächern besonders achten sollte.

In Werne-Holthausen in Nordrhein-Westfalen ist am Montagabend ein Dachstuhl auf einem landwirtschaftlichen Betrieb eingestürzt. Wie die Freiwillige Feuerwehr Werne meldet, handelte es sich um eine eingestürzte Stallung, angrenzend an ein Wohnhaus. Es wurden glücklicherweise keine Personen verschüttet oder verletzt. Ein Hund wird jedoch weiterhin im Stall vermisst.

Landwirtsehepaar unter Schock

Das betroffene und unter Schock stehende Ehepaar wurde durch Rettungsdienst und Notarzt betreut. Der Energiezufuhr für das betroffene Gebäude wurde ebenso wie ein Flüssiggastank abgeklemmt. Die Einsatzstelle ist großräumig abgesperrt und an Angehörige der Eigentümer übergeben worden.

Heu- und Futterböden über Stallungen gefährdet

Die eingestürzte Stallung in Werne

Auch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) weist auf die Gefahren instabiler Dächer, Dach-Elemente beziehungsweise Zwischenböden hin.

Besonders Heu- und Futterböden über Stallungen büßen aufgrund der feuchten, ammoniakhaltigen Luft schnell an Tragfähigkeit ein und können durchbrechen.

Bei der Futterentnahme und beim Einlagern ist deshalb beim Betreten von Böden besondere Vorsicht geboten.

Tödliche Verletzungen bei Sturz durch Futterböden

Immer wieder käme es zu Unfällen, bei denen sich Personen beim Sturz durch Futterböden schwerste oder gar tödliche Verletzungen zugezogen haben. Die SVLFG appelliert deshalb an Unternehmer, freigelegte Bereiche des Stroh- beziehungsweise Heubodens regelmäßig zu kontrollieren. So können mögliche Schwachstellen rechtzeitig erkannt und ausgebessert werden.

Spätestens bevor neues Futter, Stroh oder Heu eingebracht wird, ist die Kontrolle der Böden aber ein absolutes Muss.

Checkliste zur Unfallvermeidung auf dem Stallboden

  • Für ausreichende Beleuchtung sorgen, bevor obere Böden in Scheunen, Ställen oder Tennen betreten werden. So sind schnell schadhafte Stellen zu erkennen.
  • Sind Treppenaufgänge und sonstige Zugänge sicher begehbar und frei von Stolperfallen, Heu und Stroh?
  • Sind von unten Schäden am Bodenbelag, zum Beispiel gestocktes Holz oder Bohrgänge von Insekten, erkennbar?

Gefahrenbereiche prüfen und Fachfirmen beauftragen

Bereiche, die längere Zeit dem Stalldunst ausgesetzt waren, sind am ehesten von Fäulnis bedroht und daher besonders sorgfältig zu prüfen. Ebenso stellen Bereiche, in denen sich Tropfwasser sammelt, zum Beispiel bei undichtem Dach, besondere Gefahrenquellen dar.

Muss der Bodenbelag erneuert werden, ist darauf zu achten, dass der neue Belag tragfähig, trittsicher und rutschfest ist sowie den statischen Erfordernissen entspricht. Fachfirmen führen diese Arbeiten zuverlässig und sicher aus.

Bauberatung durch SVLFG

Ist geplant, ein völlig neues Lager für Futtervorräte zu bauen oder soll die Scheune oder der Stall renoviert werden? In diesen Fällen bietet die SVLFG ihren Versicherten den kostenlosen Service einer Bauberatung an.

Mit Material von SVLFG, Freiwillige Feuerwehr Werne

Zehn Tipps zum Stallumbau

Am Futtertisch
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