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Bildung

Agrar-Ausbildung: 7 Fragen, 7 Antworten

von , am
22.10.2015

Die Ausbildung zum Landwirt dauert drei Jahre. Azubis fragen sich dabei, wie es mit Verdienst, Urlaub oder Versicherung aussieht. Die dlz-next hat sieben Antworten für die wichtigsten Fragen zur Ausbildung.

Gehaltsvergleich-Bruttoeinkommen Landwirt, Gärtner und Förster. © dlz next
Auszubildende stehen vor einem Berg voll Fragen: Wie hoch ist mein Verdienst? Welche Kosten übernimmt der Ausbildungsbetrieb? Wie bin ich versichert?
 
Die dlz-next gibt ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Ausbildung.

1. Das sind die Kosten für Verpflegung/Unterbringung

Wenn der Auszubildender in einem Betrieb isst und wohnt, werden ihm monatlich 614,10 Euro vom Bruttogehalt abgezogen.

Kosten im Monat und am Tag (in Euro):
  • Verpflegung: 229 im Monat; 7,63 am Tag 
  • Frühstück: 49 im Monat; 1,63 am Tag 
  • Mittagessen: 90 im Monat; 3 am Tag
  • Abendessen: 90 im Monat; 3 am Tag
  • Unterkunft: 156,10 im Monat

2. Für gute Noten gibt es eine staatliche Leistungszulage

Wenn der Azubi besonders gute Noten hat, zahlt sich das aus. Bei einem Schulnoten-Durchschnitt von 1 bis 2,5 gibt es eine staatliche Leistungszulage (es zählt das letzte Zwischen- oder Abschlusszeugnis).
 
Die Leistungszulage wird halbjährlich gezahlt und beträgt:
  • 30 Euro monatlich im ersten Ausbildungsjahr
  • 40 Euro monatlich im zweiten Ausbildungsjahr
  • 50 Euro monatlich im dritten Ausbildungsjahr
Diese Leistungszulage ist derzeit in Nordrhein-Westfalen verfügbar. Um zu erfahren, ob es in ihrem Bundesland die Leistungszulage gibt, kontaktieren Sie bitte die für Sie zuständige Landwirtschaftskammer

3. Der Azubi ist gesetzlich sozialversichert

Während der Ausbildung ist der Auszubildende gesetzlich sozialversichert. Der Ausbildungsbetrieb meldet den Azubi bei der Krankenkasse an. Er kann die Krankenkasse frei wählen, außer wenn er die Ausbildung im elterlichen Betrieb macht - dann ist ausschließlich die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) zuständig. Die Beiträge für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden von Ausbildungsbetrieb und Azubi jeweils zur Hälfte getragen. Die Unfallversicherung wird vollständig vom Ausbildungsbetrieb getragen. 

4. Arbeitstag versus Werktag

Ein Werktag ist ein Tag, an dem das Arbeiten ohne besondere Einschränkungen gesetzlich zulässig ist. Im Unterschied dazu ist ein Arbeitstag ein Tag, an dem tatsächlich gearbeitet wird. Montag bis Freitag, oft auch Samstag sind Werktage. Wenn am Sonntag gedroschen wird, ist das dann kein Werktag, aber ein Arbeitstag.

5. Urlaub: Das steht Ihnen zu

Dem Auszubildenden stehen mindestens 24 Tage Urlaub pro Jahr zu. Wie der verteilt wird, hängt stark von der Arbeitsbelastung im Betrieb ab. Die genaue Regelung sollte der Azubi direkt mit dem Chef absprechen.
 
Wenn der Azubi noch nicht 18 Jahre als ist, gibt es Sonderregelungen: 
  • mindestens 30 Werktage, wenn der Azubi zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 16 Jahre alt ist
  • mindestens 27 Werktage, wenn der Azubi zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 17 Jahre alt ist
  • mindestens 25 Werktage, wenn der Azubi zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 18 Jahre alt ist.
Dem Azubi stehen je Urlaubstag 3,07 Euro bei der Berechnung nach Werktagen beziehungsweise von 3,58 Euro bei der Berechnung nach Arbeitstagen zu.
 

6. Beihilfe für Berufsausbildung

Die Berufsausbildungshilfe (BAB) ist eine Zahlung, die der Azubi für die Dauer der gesamten Ausbildung erhalten kann, wenn er seine notwendigen Lebenshaltungskosten einfach nicht gedeckt bekommt. Gezahlt wird grundsätzlich nur für die erste Berufsausbildung.
 
Azubis können BAB beantragen, wenn sie:
  • einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag vorlegen können
  • eine eigene Wohnung zahlen müssen
  • älter als 18 Jahre sind und verheiratet oder ein Kind haben
  • das erforderliche Geld für Lebensunterhalt, Essen oder Fahrtkosten nicht anderweitig bekommen können 

7. Ausbildungsgehalt

  • erstes Ausbildungsjahr: 468 bis 562 Euro
  • zweites Ausbildungsjahr: 505 bis 606 Euro
  • drittes Ausbildungsjahr: 558 bis 658 Euro

'Traktorspinner' unterwegs: Eine Traktor-Reise in Bildern

Kurt hat es geschafft! Er und sein Traktor haben es bis nach Mallorca geschafft. Hier posiert der Traktorspinner vor einer der typischen mallorcinischen Windmühlen. © dlv
Der Traktorspinner hat die Pyrenäen erreicht. "Hier bin ich am Pass Port-de-la-Bonaigue auf 2072 Meter." © dlv
Immer wieder sprechen den Traktorspinner Leute an und bieten ihm einen Schlafplatz an. Auf einem Aldi-Parkplatz hat ein Landwirt Kurt auf seinen Hof eingeladen. © dlv
Auf seiner Reise passierte Kurt viele Weinberge und kostete die süßen Trauben. © dlv
Warten auf die Fähre nach England - hier im Hafen von Calais. Die erste große Etappe ist fast geschafft! Steam Fair, ich komme! © dlv
In Südengland passiert Kurt viele dieser schönen alten Backsteinhäuser. "Immer wenn ich stehen blieb, kamen die Leute heraus und begrüßten mich sehr freundlich." © dlv
Der 1. Etappensieg! Kurt hat sein erste großes Ziel erreicht! Die Internationale Dampfmaschinenmesse in Dorset. Er ist überglücklich und schließt dort Ehefrau Elinor und seine Schwägerin Marianna in die Arme. © dlv
Kurt und sein Traktor machten sich beim Messeaufbau nützlich. Er zog mit seiner Anhängerkugel eine Fish-and-Chips-Bude über den vom Regen durchweichten Boden. © dlv
Und natürlich traf er dort auch noch viele andere Traktorspinner wie seinen Freund Karl aus Arlberg. © dlv
... diesem Traktorspinner. Er sammelt nicht nur alte Traktoren, sondern alles, was mit Landwirtschaft zu tun hat. © dlv
Allerdings sind seine Traktoren nicht mehr so gut in Schuss. Da juckt es Kurt schon ein wenig in den Fingern... © dlv
Familie, Freunde und Nachbarn kamen, um ihn zu verabschieden. © dlv
Bei der Abfahrt eskortiert wurde Kurt von anderen Traktorspinnern wie dem Eicherflor... © dlv
... und zwei Fahrrad-Spinnern. © dlv
Endlich Zuhause!!! Nach gut 2 Monaten und insgesamt 6.000 Kilometern Fahrstrecke erreicht der Traktorspinner Kurt Tirol. © dlv
Auf der Heimfahrt wurde es ziemlich kalt auf dem alten Steyr-Traktor. Hier begrüßt ihn der schneebedeckte Arlberg - "ein schöner Konstrast zu Mallorca", berichtet Kurt © dlv
Kurz vor Schluss gab es dann doch noch eine Reifenpanne. Aber die Schweizer Mechaniker haben den feuerroten Steyr schnell wieder instand gesetzt. © dlv
Sogar am Ballermann sorgte der Spinner für Aufmerksamkeit. 6 verschiedene Gasthäuser haben ihn und seinen roten Steyr-Traktor eingeladen. Hier waren sie bei der Steirerin Hermine zu Gast. © dlv
Kleine Auszeit am Strand von Mallorca: "Ich bin froh, wenn ich wieder auf meinem Traktor sitze",schreibt Kurt dazu. © dlv
Die Route: Leutasch-Lindau-Nancy-Calais-Dover-Dorset-Jersey-Vantes-Bordeaux-Barcelona-Mallorca-Barcelona-Montpellier-Grenoble-Bregenz-Leutasch. (ca. 5.200 km) © dlv
Die Pyrenäen waren für den Traktorspinner ein weiteres Highlight. Hier sieht er die Gebirgskette der Pyrenäen zum ersten Mal. Danach ging es vier Tage lang auf und ab. © dlv
Schlafplatz unter einer Eisenbahnbrücke. © dlv
Dieses Ehepaar aus der Champagne wollte dem Traktorspinner sein Gespann abkaufen. "Er bot mir sehr viel Geld dafür." © dlv
Mit diesem Steyr- Traktor Baujahr '56 geht es seit 14. August 5.200 Kilometer quer durch Westeuropa. Als Schlafplatz dient ein bemalter Oldtimer-Wohnwagen Baujahr'79. © dlv
Passierende Landwirte hupen und winken ihm zu. Die LKW-Fahrer scheinen weniger freundlich: "Mehrmals versuchte mich ein LKW-Fahrer von der Straße zu drängen", berichtet der Traktorspinner Kurt. © dlv
Probleme gibt es immer wieder mit den Campingplätzen. Bei vielen findet der Traktorspinner keinen Einlass - angeblich wegen den Traktorspuren. Da bleibt oft nur das wilde Campen. © dlv
Trotz fehlender Französischkenntnissemacht Kurt auf seiner Reise immer wieder neue Bekanntschaften... © dlv
...wie hier in der Nähe von Chalons en Champagne. Der Oldtimer gehört... © dlv
Sogar das Regionalfernsehen "Seefeld-TV" kam zur Abreise des Traktorspinners. Trotz Knie-OP und Krücken wagt der Spinner sich auf die große Reise. © dlv
Seit 13 Jahren sammelt und restauriert der Tiroler Kurt Kluckner Oldtimer-Traktoren. © dlv
Der Steyr 185 A, Baujahr 1956, hat 55 PS, 3 Zylinder und wiegt ohne Kabine 2.800 Kilogramm. Maximal 25 Stundenkilometer bringt der Schlepper auf die Straße. © dlv
Der Forstwirt und gelernte Schlosser hat den Steyr 185 A eigenhändig renoviert. Die Fahrerkabine ist Marke Eigenbau. © dlv
Letzte Vorbereitungen: Der Traktorspinner montiert die Rückspiegel an die Kabine. © dlv
Startpunkt des Road-Trips war das Tiroler Dorf Leutasch nahe der deutschen Grenze. © dlv
Die erste Tagesetappe: Leutasch (A) - Lindau(D). © dlv
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