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Bildung

Agrar-Job-Treff : Aus dem Berufsalltag erzählt

von , am
03.07.2012

Göttingen - Wie sieht der Arbeitsalltag bei der Landberatung aus? Wie sind die Zukunftsaussichten für Agrarjournalisten? Um solche Fragen ging es beim Agrar-Job-Treff an der Georg-August-Universität.

Bereits zum zweiten Mal fand die Veranstaltung statt, zu der die Landwirtschafskammer Niedersachsen, das Landvolk, die Landberatung, die Arbeitsgemeinschaft der Beratungsringe und die Redaktion LAND & Forst eingeladen hatte. Franziska Runde (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Silke Marx (Landvolkkreisverband Hannover), Melanie Ollech (Landwirtschaftliche Unternehmensberatung Diepholz/Sulingen), Maren Diersing-Espenhorst (Redaktion dlz agrarmagazin) und Andreas zur Wickern (Beratungs- und Erzeugerring Freren) berichteten, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und warum sie sich für einen Beruf in der grünen Branche entschieden haben. Andreas zur Wickern machte beispielsweise deutlich, dass es selbst für vermeintlich unattraktive Tätigkeiten am Schreibtisch, wie die Auswertung von Betriebsergebnissen oder das Ausfüllen von Anträgen, einen wichtigen Ansporn gibt: „Hinter den Zahlen stehen Landwirte und ihre Familien, die wissen wollen, ob sich ihre Arbeit gelohnt hat und wie sie im Vergleich zu anderen stehen. Wenn man so will, bekommen die Zahlenreihen und Tabellen dadurch ein Gesicht.“ Ähnliche Erfahrungen sammelte Melanie Ollech, die an ihrem Beruf vor allem die Nähe zur praktischen Landwirtschaft schätzt. dlz-Redakteurin Maren Diersing-Espenhorst riet den Studierenden, sich in Praktika ein möglichst genaues Bild vom künftigen Job zu machen: „Jedes Praktikum hilft dabei - und wenn es nur dazu dient, diesen Beruf von der Wunschliste zu streichen.“
 
Der Weg in ihren Beruf wurde Franziska Runde durch ein Stipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen spürbar erleichtert, berichtete sie. Dr. Christian Ahl von der Agrarfakultät, Stduent Jens Völker und Hans-Georg Hassenflug, der für die Kammer den Kontakt zu den Hochschulen hält, stellten das Stipendienprogramm vor: Pro Jahr werden zwei Studierende gefördert, die an der Universität Göttingen einen Masterstudiengang der Agrarwissenschaften belegen. Bis zu vier Semester lang erhalten die Stipendiaten eine Förderung von zzt. 250 Euro pro Monat. Bewerbungen sind an folgende Adresse zu richten: Georg-August-Universität Göttingen, Fakultät für Agrarwissenschaften, Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen. Ansprechpartner sind Dr. Christian Ahl (Uni Göttingen), Tel. 0511-395504, E-Mail: cahl@gwdg.de, bzw. Hans Georg Hassenpflug (LWK)Tel. 0441-801503, E-Mail: hans-georg.hassenpflug@lwk-niedersachsen.de. Die Bewerbungsfrist endet am 1. September.
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