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Recht

Anklage wegen 6 toter Rehkitze: Landwirt freigesprochen

von , am
18.08.2015

Letztendlich war ein 55-jähriger Landwirt wegen eines Dorfgerüchts angeklagt worden. Vor Gericht konnten sich Anwohner, die den Landwirt beschuldigt haben sollen, dann nicht mehr an ihre Vorwürfe erinnern.

Ein Rehkitz bei der Suche nach Deckung im Weizenbestand. © landpixel
Ein 55-jähriger Landwirt musste sich wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor dem Amtsgericht Peine verantworten. Der Vorwurf: Er habe beim Mähen einer Wiese im Jahr 2014 fünf Rehkitze getötet und eines lebensgefährlich verletzt. Das verletze Tier habe eingeschläfert werden müssen. Vor Gericht konnte dem Mann aber kein Fehlverhalten nachgewiesen werden.
 
Wie die Peiner Allgemeine berichtet, fußte die ganze Anklage auf einem Zeitungsartikel.

Zeitung zitiert Anwohner mit grausigen Details

In dem Bericht hatte es geheißen, der Landwirt habe "durch sein gleichgültiges Verhalten und rücksichtsloses Agieren mit dem Kreiselmäher sechs Rehkitze auf dem Gewissen", schreibt die Peiner Allgemeine. Im Anschluss an die Veröffentlichung habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen.
 
Anwohner, die in dem Zeitungsbericht noch mit grausigen Details zitiert worden waren, hätten sich vor Gericht jedoch nicht mehr daran erinnern können. "Das ging so im Dorf rum, alle haben darüber gesprochen", zitiert die Peiner Allgemeine eine Zeugin.
 
Lediglich eine Anwohnerin hatte der Peiner Allgemeine zufolge vor Gericht ausgesagt, dass ein ehemaliger Pächter der Wiese sie mit einem schwer verletzten Kitz im Arm kontaktiert habe. Der Mann habe auch die restlichen Kadaver gefunden, eingesammelt und in Absprache mit dem Revierförster am Feldrand abgelegt. Allerdings, so die Peiner Allgemeine, hatte die toten Kitze sonst niemand gesehen.

Wiese vor der Mahd ordnungsgemäß abgegangen

Der Landwirt hatte vor Gericht versichert, dass er die Wiese vor dem Mähen ordnungsgemäß abgegangen sei. Die Verpächterin der Wiese bestätigte dies.
 
Das Amtsgericht Peine sah die Anklage nicht bestätigt und sprach den Landwirt frei.

Ratgeber Mahd: Techniken und Tipps zur Wildrettung ...

Landwirtschaft im Outback - Auf einer Farm in Australien

Das Aufsammeln der Schafe mit dem Motorrad dauert. Bei 7000 Hektar muss man oftmals eine Weile fahren, um sie zu finden und dann wieder zurück zur Farm zu bringen. © Simon Knauber
Simon steht hier vor einem Traktor, der an einer alten Mähdrescher-Sämaschine (seeding combine) angekuppelt ist. Diese Methode ist bei kleinen Betrieben immer noch gängig, berichtet er. Größere Farmen haben inzwischen Airseeder. Auch auf Simons Farm mit 7000 Hektar lief der große Airseeder acht Wochen lang 24 Stunden am Tag, um alles zu bepflanzen. © Simon Knauber
Hier werden gerade Pellets verladen. Sie dienen als Kraftfutter für die Schafe und bestehen aus einer Mischung aus Lupinensamen, Hafer sowie Gerste. © Simon Knauber
Befüllung der Pelletsilos. © Simon Knauber
Heu für die Schafe - unterwegs mit einer der zahlreichen Landmaschinen des Betriebs. © Simon Knauber
Reparaturen und Transporte - bis zur nächsten Stadt ist es immerhin über eine Stunde. © Simon Knauber
Alle Felder werden in dieser Region abgebrannt. Hier werden gerade alte Bäume aufgeräumt, die vor einem halben Jahr verbrannt wurden. © Simon Knauber
Ein neuer Wassertank wird abgeladen. © Simon Knauber
Hier sieht man, wie eine Feldreihe abgebrannt wird. Da dort stets große Trockenheit herrscht, sind immer 2 beladene Trucks mit Wasser dabei. So kann ein Feuer schnell gelöscht werden, bevor es außer Kontrolle gerät. © Simon Knauber
Simon ist es leider einmal passiert, dass er den Brand nicht mehr kontrollieren konnte. Alle Farmer im Umkreis wurden gerufen, um das Feuer zu bekämpfen. Es dauerte sieben Stunden, bis man es wieder unter Kontrolle hatte. Insgesamt aber brannte es noch gute vier Tage, bis kein Rauch mehr zu sehen war. © Simon Knauber
Hier sieht man diesen großen Brand. Vor Ort sind auch zwei Trucks und ein Feuerlöscher. © Simon Knauber
So sieht es normallerweise aus, wenn alles unter Kontrolle ist. Die Sonnenuntergänge waren aufgrund des Rauches immer dunkelrot. Unglaublich schön, so Simon. © Simon Knauber
Beim Abbrennen der Felder ist Vorsicht angesagt! © Simon Knauber
Es gibt auch romantische Momente. Simon ist öfters sehr früh aufgestanden, um die wunderschönen Sonnenaufgänge zu bewundern. Die Natur ist wunderschön, mit vielen großen farbenprächtigen Vögeln, Füchsen und Kängurus. Auch der Himmel ist spektakulär und bietet intensive Lichtstimmungen sowie einen atemberaubenden Nachthimmel. © Simon Knauber
Für Simon war es eine tolle Erfahrung, berichtet er. Da ihm viel Verantwortung übertragen wurde, hat er einiges gelernt. Und das wird ihm sein Leben lang von Nutzen sein. © Simon Knauber
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