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Urteil

Bache und Frischlinge überfahren: 18 Monate auf Bewährung

Benedikt Schwenen/jagderleben/Eva Ziegler/agrarheute
am
24.03.2016

Vorsätzlich soll ein Bauer im Oktober 2015 im Schweizer Kanton Aargau eine Bache und Frischlinge überfahren haben. Nun wurde er vom Bezirksgericht Zurzach verurteilt.

Bei der Verhandlung am Mittwoch gab der Beschuldigte an, er habe einen "Blackout" gehabt. Wie der "Landbote" berichtet, hätten ihn die wiederholten Wildschäden durch das Schwarzwild zu seiner Handlung bewegt. Nachdem er auf einem Acker die Bache mit ihrem Nachwuchs beim Brechen gesehen hatte, hielt er mit seinem Geländewagen drauf und tötete dabei drei Frischlinge, berichtet jagderleben.de. Die angefahrene Bache wurde den Tag darauf von einem Jagdaufseher mit gebrochenem Rücken vorgefunden und dann erlöst (wir berichteten hier).

Urteil: 18 Monate auf Bewährung und 4.000 Franken Bußgeld

Die Staatsanwaltschaft forderte eine bedingte Freiheitstrafe von 15 Monaten sowie eine Buße von 4.000 Franken.

Mit 18 Monaten auf Bewährung bei gleichbleibender Geldstrafe lag das Gericht schließlich noch über dieser Forderung. Der Verteidiger des 55-Jährigen beantragte wegen Tierquälerei lediglich eine bedingte Geldbuße von 30 Tagessätzen, da er die Sauen nur vertreiben haben wolle.

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