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Bildung

Bauer und mehr - Junglandwirte mit Vorgeschichte

von , am
07.03.2011

München - Mancher Junglandwirt hatte eigentlich etwas ganz anderes vor und eine Karriere als Banker, Techniker oder Koch angestrebt. Nun profitiert ihr Betrieb von der fachfremden Ausbildung.

Alexander Seiler - gelernter Schreiner und Junglandwirt © Werkbild
Was die Junglandwirte in ihren vorherigen Berufen gelernt haben, ist auf dem Bauernhof oft von Nutzen. Allen gemeinsam ist, dass sie ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt haben - aus Liebe zur Landwirtschaft. Zum Beispiel Alexander Seiler: Obwohl er immer Landwirt werden wollte, sah er für seinen Traumberuf, ohne eigenen Hof, keine Perspektive. Er entschloss sich daher zu einer Ausbildung zum Schreiner. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche änderte sich seine Einschätzung: "Ich bekam mehr Weitblick".

dlz next stellt Junglandwirte vor

Für ihn stand fest: "Wenn ich in der Landwirtschaft arbeite, dann möchte ich vorher studieren, um mehr Möglichkeiten im neuen Beruf zu haben." Bevor er täglich in den Hörsälen Platz nahm, machte er für ein halbes Jahr Praktika. Er molk Kühe auf einem Betrieb in Norddeutschland und war auf den Feldern eines Süddeutschen Betriebs unterwegs. Danach begann er 2004 in Triesdorf Landwirtschaft zu studieren, saß am Wochenende und in den Semesterferien auf dem Traktor und jobbte auf einem Ackerbaubetrieb mit Waldwirtschaft.
Heute ist er auf dem Sonderkulturbetrieb Erdbeerland Funck in Rheinland- Pfalz für Erdbeeranbau und Ackerbau verantwortlich. Das Erdbeerland Funck bewirtschaftet rund 230 Hektar und in der Hauptsaison arbeiten bis zu 120 Leute auf den Spargel- und Erdbeerfeldern.
Die dlz next stellt in der aktuellen Ausgabe einige Junglandwirtinnen und Junglandwirte vor, die Schreiner, Steuerberater oder Schweißer gelernt haben und nun einen landwirtschaftlichen Betrieb führen.

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