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Bildung

Bauernverband wirbt mit Ausbildungsplätzen

von , am
06.01.2012

Berlin/Dortmund - Bundesweit sind für die „grünen Berufe“ noch weit mehr als 1.000 Ausbildungsplätze unbesetzt - in der Land- und Forstwirtschaft, dem Garten- und Weinbau, der Molkereiwirtschaft.

Eine Ausbildung in den grünen Berufen ist auch für Jugendliche ohne land- und forstwirtschaftlichen Hintergrund hoch attraktiv. © landpixel
Für das laufende Ausbildungsjahr 2011/12 wurden in den „grünen Berufen“ bis Ende September 2011 bundesweit 13.505 neue Ausbildungsverträge bei den zuständigen Stellen registriert, so der Deutsche Bauernverband (DBV) in einer Pressemitteilung. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang von 417 Neuverträgen (minus drei Prozent). In Westdeutschland stieg die Zahl der Neuverträge auf 10.772 (plus ein Prozent), in den östlichen Bundesländern gab es einen Rückgang auf 2.733 Neuverträge (minus 16 Prozent), insbesondere bedingt durch das Auslaufen wichtiger Förderprogramme für die überbetriebliche Ausbildung. Die Ergebnisse der aktuellen Ausbildungsstatistik wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) ermittelt.
 
Informationen über freie Ausbildungsplätze sind bei den regionalen Landwirtschaftskammern beziehungsweise -ämtern, bei den Arbeitsagenturen und auch per Internet unter der Adresse www.bildungsserver-agar.de abrufbar. In allen Wirtschaftsbereichen zusammen gab es bundesweit einen Zuwachs auf 570.140 Neuverträge (plus 1,8 Prozent), informiert der DBV weiter. Auf die westlichen Bundesländer seien 485.645 Neuverträge (plus 3,7 Prozent) entfallen, in den östlichen Bundesländern sei die Anzahl der Neuverträge auf 84.495 (minus 7,8 Prozent) gefallen.
 
Generell hat sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt für Jugendliche im laufenden Ausbildungsjahr auch nach Einschätzung der Arbeitsagenturen bundesweit verbessert. Dort wurden 581.671 Nachfragende (plus 1,3 Prozent) registriert. Dem stand ein Angebot von 599.702 (plus 3,5 Prozent) Ausbildungsstellen gegenüber. Im landwirtschaftlichen Bereich wird bislang jedoch nur ein geringer Anteil der Ausbildungsplätze von den Arbeitsagenturen vermittelt.

Über die Hälfte aus nicht-landwirtschaftlichen Familien

Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, betonte in den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" vom heutigen Tag: "Eine Ausbildung in den grünen Berufen ist auch für Jugendliche ohne land- und forstwirtschaftlichen Hintergrund hoch attraktiv." Born sagte weiter, dass in diesem Jahr über die Hälfte der Ausbildungsverträge in den 15 Ausbildungsberufen der Land- und Forstwirtschaft mit sogenannten Seiteneinsteigern abgeschlossen worden seien, die nicht aus Bauernfamilien stammten.

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