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Recht

BDL: Hofabgabeklausel muss erhalten bleiben

von , am
21.03.2011

Berlin - Angesichts der aktuellen Diskussionen um die Hofabgabeklausel bekräftigen die JunglandwirtInnen des Bundes der Deutschen Landjugend die Bedeutung der konsequenten Beibehaltung dieser Regelung.

Betriebsprämie: Wie hoch sind die Direktzahlungen nach der GAP-Reform? © Mühlhausen/landpixel
"Wir brauchen die Hofnachfolgeklausel nach wie vor", fordert Gunther Hiestand, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend. "Die Hofabgabeklausel ermöglicht uns jungen, hoch motivierten und gut ausgebildeten JunglandwirtInnen und JungwinzerInnen, zum richtigen Zeitpunkt Verantwortung für den landwirtschaftlichen Betrieb zu übernehmen", so Hiestand.
 
Gleichzeitig werde durch diese Regelung für erfahrene Landwirte ein Anreiz geschaffen, ihren Hof zu einem Zeitpunkt zu übergeben, zu dem der Betrieb wirtschaftlich erfolgreich sei, die zukünftige Ausrichtung des Betriebes durch den Hofnachfolger beeinflusst werden könne und Entscheidungen zur Unternehmensentwicklung gefragt seien.

Rechtzeitig in die Zukunft investieren

"Nur so können junge Betriebsleiter rechtzeitig in den Betrieb investieren, ihn modernisieren und im Hinblick auf die stetig zunehmenden Marktanforderungen ausrichten", gibt der BDL-Bundesvorsitzende zu bedenken. "Unsere europäischen Kollegen, vor allem die aus Südeuropa, beneiden uns Deutsche um die Regelung zur Hofübergabe, denn derzeit sind nur sechs Prozent der europäischen BetriebsleiterInnen 35 Jahre alt und jünger", so Hiestand.

Hofabgabeklausel konsequent umsetzen

Den strukturpolitisch notwendigen Generationswechsel zu einem zukunftsorientierten Zeitpunkt stellt die Hofabgabeklausel sicher. Der BDL, mit seinen Arbeitskreisen Agrarpolitik und Deutsche JungwinzerInnen, fordert nachdrücklich, die Hofabgabeklausel angepasst an die aktuellen Erfordernisse beizubehalten und konsequent umzusetzen. (pd)
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