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Recht

Bodenverdichtung: DIN zieht Normentwurf zurück

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von , am
24.08.2012

Das Deutsche Institut für Normungswesen (DIN) wollte eine Norm zur Bodenbeschaffenheit einführen. Der Entwurf wurde jetzt zurückgezogen - die natürliche Ressource Boden kann nicht normiert werden.

Bodenmarkt: Für Schleswig-Holstein wurde 2013 ein durchschnittlicher Kaufwert von 25.013 Euro je Hektar ausgewiesen. © VRD/fotolia.com
Das Institut plante, eine Norm mit dem Titel "Bodenbeschaffenheit - Ermittlung der Verdichtungsempfindlichkeit von mineralischen Unterböden aus der Schätzung der Vorbelastung" einzuführen. Nach einer Anhörung von Vertretern aus Fachverbänden, Praxis, Wissenschaft und Landtechnik hat das Institut für Normungswesen den Entwurf jedoch wieder zurückgezogen.

Norm kein Beitrag zum vorsorgenden Bodenschutz

"Es ist unmöglich, die natürliche Ressource Boden durch eine Standortbeurteilung zu normieren", meint der Deutsche Bauernverband. Darin bestehe Einigkeit mit vielen weiteren Experten und Sachverständigen. Aufgrund generalisierender Annahmen, insbesondere zur Bodenfeuchte und der großen Unschärfe von Bodenkarten, konnte der DIN-Entwurf keine praktisch nutzbaren Empfehlungen zum Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen liefern, so der DBV.
 
Eine Normung könne somit keinen Beitrag zum vorsorgenden Bodenschutz leisten. Die Orientierung an Grundsätzen der guten fachlichen Praxis auf Basis des Bodenschutzgesetzes seien für die Landwirte das Leitbild zum Handeln und erlauben den erforderlichen Spielraum für situationsbezogene Entscheidungen beim Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen.
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