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Recht

Dioxin: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ripke und Hahne

von , am
02.01.2012

Oldenburg - Gut ein Jahr ist der Skandal um dioxinbelastete Futtermittel der Firma Harles und Jentzsch her. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Strafvereitelung.

Friedrich-Otto Ripke ist davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat indes Anklage erhoben. © Werkbild
Gut ein Jahr nach dem Dioxin-Skandal ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg inzwischen auch gegen zwei Verantwortliche aus dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium. Es handelt sich um den Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke und den damaligen Pressesprecher, Gert Hahne.

Bezugsgenossenschaft vor Ermittlungen gewarnt?

Wie die Oldenburgische Volkszeitung berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft "wegen des Verdachts der versuchten Strafvereitelung". Konkret bezieht sich dieser Verdacht auf eine zu früh veröffentlichte Pressemitteilung des Ministeriums. Über diese Meldung soll die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Damme (LBD) vor den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gewarnt worden sein.
 
Die LBD soll dioxinbelastete Futtermittel von der Firma Harles und Jentzsch bezogen, die Lieferlisten aber nicht vollständig offengelegt haben. Die jetzige Ministeriumssprecherin Nataschi Manski erklärte gegenüber der Oldenburgischen Volkszeitung, dass die besagte Pressemeldung am 15. Januar 2011 verschickt, die Staatsanwaltschaft aber bereits am 14. Januar informiert worden sei.
 
Der Dioxinskandal hat sich auf den Eier- und Fleischkonsum ausgewirkt. agrarheute.com sprach im Januar dazu mit Margit Beck von der Marktinformationa Eier & Geflügel (MEG). Hier geht's zum Podcast ...

Aigner: Dioxin-Fall muss Konsequenzen haben (Januar 2011)

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