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Recht

Dioxin auf der Weide: Verbände fordern Entschädigung

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von , am
07.04.2011

Düsseldorf - Einige Fleisch- und Leberproben von Tieren aus Weidehaltung haben die zulässigen Werte für Dioxin überschritten. Ursächlich ist die hohe Belastung von Weideflächen durch das Umweltgift.

Niedersachsen will von der EU als BHV1-freie Region anerkannt werden. Deshalb tritt ab heute, 1. November, eine neue Verordnung in Kraft. © landpixel
Die Landwirtschaftsverbände in Nordrhein Westfalen fordern eine finanzielle Entschädigung für Landwirte, deren Weideflächen und Tiere durch das Umweltgift Dioxin belastet sind. Das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium hatte er kürzlich bekannt gegeben, dass die Ergebnisse verschiedener Monitoring-Programme bei einigen Fleisch- und Leberproben von Tieren aus Weidehaltung Überschreitungen der zulässigen Werte für Dioxin gezeigt haben. Grund dieser gravierenden Probleme sind laut Ministerium überhöhte Emissionen der vergangenen Jahrzehnte, die Dioxin zu einer Erblast der Industrialisierung machen.

Tierhalter nicht mit Folgekosten alleine lassen

Die betroffenen Tierhalter sind damit unverschuldet Opfer einer durch die Allgemeinheit verursachten Umweltbelastung, deren Folgenkosten den Landwirten auszugleichen sind, so die Verbände in einem Schreiben. Dies gelte umso mehr, als es sich erklärtermaßen um Betriebe handele, die in gesellschaftlich gewünschter Weise ihren Tieren Weidegang ermöglichten.  "Die Tierhalter dürfen jetzt nicht mit der Bewältigung der Folgeprobleme alleine gelassen werden", forderte Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandels (RLV).

Damit belastete Produkte nicht in den Verkehr gelangen, wurden Maßnahmen eingeleitet; zudem sollen auch beim Weide-, Fütterungs- und Haltungsmanagement in der Tierhaltung Maßnahmen notwendig sein.
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