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Direktvermarktung

Eichpflicht für alle Milchautomaten zum Selbstzapfen kommt

Auch für ältere Milchautomaten, die bisher unter eine Übergangsregelung fielen, gilt bald die Eichpflicht.
am Mittwoch, 09.11.2022 - 11:50 (6 Kommentare)

Wer als Direktvermarkter seinen Kunden einen Milchautomaten zum Selbstzapfen zur Verfügung stellt und dabei noch die Ausnahmeregelung zur Eichpflicht nutzt, ist jetzt zum Handeln aufgerufen.

In Deutschland wurde 2017 die europäische Messgeräterichtlinie umgesetzt. Damit traten neue Regelungen für das Eichwesen in Kraft. Die Bundesländer setzten sich damals dafür ein, durch eine längere Übergangsfrist den Betreibern von Milchtankstellen eine Ausnahme von der Eichpflicht zu gewähren. Diese Frist endet am 31. Dezember 2022.

Übergangsfrist für Milchautomaten, die älter als fünf Jahre sind

Betroffen sein von der auslaufenden Übergangsfrist können Milchautomaten, die vor dem 31. Dezember 2017 in Betrieb genommen wurden. Wenn diese noch ungeeicht sind, können sie so nur noch bis zum Jahresende betrieben werden.

Die Landesvereinigung Milch NRW weist darauf hin, dass betroffene Direktvermarkter rechtzeitig den Eichantrag stellen müssen. In NRW habe das für das Mess- und Eichwesen zuständige Landesamt bereits Kontrollen angekündigt.

Gestellt werden können die Eichanträge unter www.eichamt.de.

Laut Landesvereinigung Milch NRW müssen am dem 1. Januar 2023 alle Milchtankstellen nach jedem Zapfvorgang einen Beleg für den Kunden ausdrucken, auf dem ersichtlich ist, wieviel Milch gezapft wurde und was sie kostet. Wird der Automat ab nächstem Jahr weiter ungeeicht betrieben, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

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