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Bildung

ErlebnisBauernhof: Soziale Netze geben dem Landwirt ein Gesicht

von , am
19.01.2015

Landwirtschaft in sozialen Netzwerken lautet das heutige Motto auf dem ErlebnisBauernhof. Auf dem grünen Sofa saßen auch zwei Landwirte der "Wir machen euch satt"-Demo. Thema: Chancen der sozialen Netze.

Die Landwirte werden aktiv und reden mit, wenn es um die Landwirtschaft geht. Das aktuellste Bespiel ist wohl die Demonstration, "Wir machen Euch satt", vom vergangenen Samstag. Zwei der Organisatoren, Schweinehalterin Kathrin Seeger und Landwirt Marcus Holtkötter, saßen auf dem grünen Sofa des ErlebnisBauernhofes. "Wir wollten, dass sich die Landwirte mal wieder präsentieren und ihren Gefühlswelten Ausdruck geben", betont Kathrin Seeger.
Die Rückmeldungen über die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, seien enorm gewesen. "Die Zahl der Landwirte, die im Geiste bei uns waren, und nicht nach Berlin kommen konnten, war riesig". Wir wollen dem Landwirt ein Gesicht geben", betont sie weiter.

Landwirte mischen sich ein

Marcus Holtkötter engagiert sich ebenfalls in der Öffentlichkeitsarbeit und ist genau wie Kathrin Seegers ganz aktiv bei "Frag doch mal den Landwirt". Seit September 2014 sei die Seite online und habe bereits jetzt 7.900 Follower , sagte Holtkötter sichtlich stolz. Die ersten 800 bis 1.000 Follower seien vor allem Landwirte gewesen. Mittlerweile durchmischen sich die Anhänger." Holtkötter schreibt dem Internet und den sozialen Netzen eine große Macht zu. Er hofft, dass sich immer mehr Landwirte einbringen, selber wieder tätig werden und viele Sachen richtig stellen.

Verbände sollten Fakten liefern

Einbringen sollten sich laut Rainer Winter von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auch die Verbände. Bisher seien sie noch sehr vorsichtig und auf der Suche nach neuen Formaten. Laut Winter sollten sich Verbände aktiv in die Diskussionen im Netz einlassen und mit Fakten und Argumenten überzeugen. Denn: die schweigende Mehrheit von Leuten liest mit. "Da müssen sich Verbände herablassen, Stellung beziehen und Fakten liefern", fordert Winter.

ErlebnisCheck: Öffentlichkeitsarbeit rund um die Landwirtschaft

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