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Bildung

Fahrsicherheitstraining: Grenzen austesten

© Mühlhausen/landpixel
von , am
21.06.2014

Laatzen - Was passiert, wenn man ein Fuhrwerk auf nasser Fahrbahn plötzlich abbremst? Die Teilnehmer des Fahrtrainings für Landwirte wissen das jetzt und sind begeistert, sie konnten ihre Grenzen austesten.

Angeboten wurde das Training durch die Agravis, LAND & Forst und den ADAC. An zwei Terminen konnten die Teilnehmer mit einem Fendt Vario 826, 828 und 930, alle ohne ABS, fahren und testen. Um die Traktoren nicht nur solo fahren zu können, standen neben einer Lemken-Drillmaschine Saphir 7 auch zwei 18 Tonnen Anhänger von Rudolph (DK 280 R, DK 280 RA) bereit. Die Technik wurde von der Agravis Technik Weser-Aller GmbH in Göxe zur Verfügung gestellt.

Durch den Tag führte ADAC-Trainer Jürgen Wenzel. Für ihn mache ein "Landmaschinen-Training" viel Sinn. Bundesweit seien diese Maschinen bei schweren Verkehrsunfällen mit oftmals tödlichem Ausgang beteiligt. Ziel müsse es sein diese Zahlen zu senken.

Theorie und Praxis

Er versorgte die Teilnehmer unter anderem auch mit aktuellen Informationen aus dem Straßenverkehrsrecht. So sprach er die Problematik der Fahrerlaubnisklassen im Zusammenhang mit Biogasanlagen an. Speziell informierte er auch über den Bereich "Ladungssicherung". Gerade wenn keine Formschlüssigkeit z. B. beim Packen von Heu und Stroh vorhanden ist, kann es zu Ladungsverlusten kommen. Auch ein Abdecken von landwirtschaftlichen Gütern lässt andere Verkehrsteilnehmer dankbar sein und erhöht die Sicherheit.

Nachdem die Teilnehmer vorher in der Theorie ihre Erfahrungen und Wünsche geäußert hatten und auch die eine oder andere persönliche, brenzlige Situation angesprochen wurde, ging es raus auf das Gelände zum langen, praktischen Teil. Dort beschäftigte sich Wenzel eingehend mit solch banalen Dingen wie der Sitzposition oder wie die Hände am Lenkrad gehalten werden. Nur so, sagte der Trainer,  werde die Basis für eine erfolgreiche Gefahrenbremsung gelegt.

Danach ging es so richtig in die Vollen oder besser "in die Eisen": Unter unterschiedlichen Bedingungen (30 km/h, 50 km/h, nasse oder trockene Bahn) wurden die Fahrzeuge mit der Drille und den Anhängern zum Stehen gebracht.  
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