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Bildung

Fünf Fragen an ... - Janina Tiedemann

von , am
08.11.2012

In unserer Serie "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Menschen vor. Heute: Janina Tiedemann, Vorsitzende der Niedersächsischen Landjugend.

Janina Tiedemann, Vorsitzende der Niedersächsischen Landjugend. © Werkbild
Janina Tiedemann kommt gebürtig aus Armstorf im Landkreis Cuxhaven, ist nach ihrem Bachelor-Studium in Wirtschaftswissenschaften derzeit Studentin im Studiengang International Management in  Hannover. Bis zum Ende des Jahres macht sie bei Henkel in Düsseldorf im Bereich globale Personalstrategie ein Praktikum, danach wird sie ihre Masterarbeit schreiben. Janina Tiedemann ist seit drei Jahren Vorsitzende der Niedersächsischen Landjugend.

Vom Landleben zum Internationalen Management: Wo fühlen Sie sich zuhause?

Armstorf wird immer mein Zuhause bleiben - unabhängig davon wohin ich gehe. Egal, ob in Indien oder China, von jedem Auslandsaufenthalt habe ich großartige Eindrücke mitgenommen. Ich finde es faszinierend zu sehen, wie das Leben in anderen Kulturen funktioniert und hinterfrage seitdem viel stärker mein eigenes Verhalten. Andere Länder und Kulturen sind reizvoll, aber auf unsere niedersächsischen Dorffeste möchte ich auf Dauer nicht verzichten.

Wie nutzen Sie Social Media privat und beruflich?

Dank Facebook bin ich mit vielen alten Freunden vernetzt. Es ist sehr interessant zu sehen, wohin es jeden einzelnen verschlagen hat. Wenn ich selbst etwas poste, hat dies meist etwas mit Landjugend zu tun. Viele Landjugendgruppen haben ihre eigene Seite, sodass ich immer informiert bin, was gerade wo läuft. Soziale Netzwerke sind eine tolle Möglichkeit, schnell Infos an viele Menschen zu kommunizieren, jedoch sollte Privates meiner Meinung nach auch wirklich privat bleiben.

Wie definieren Sie den Begriff 'Landjugend'?

Landjugend ist Vielfalt: Lernen verbunden mit Spaß. Arbeit verbunden mit Feiern. Landjugendliche zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht lange rumschnacken, sondern die Dinge selbst in die Hand nehmen und dadurch, dass sie nicht viel über Probleme jammern, sondern Lösungen finden.

Bitte den Satz vollenden: 'Meine Abende verbringe ich ...

... hauptsächlich mit Landjugend, dem täglichem Telefonat mit meinen Eltern und gerne auch mal mit einem Fernsehkrimi wie Tatort, Flemming, SoKo Leipzig oder Ein starkes Team.

Was brauchen junge Menschen im ländlichen Raum?

Schnelles Internet, um den Anschluss zu halten. Eine gute Schule in Wohnortnähe. Einen funktionierenden Nahverkehr, damit auch Jugendliche ohne Führerschein mobil sind. Eine wohnortnahe ärztliche Versorgung, die Sicherheit gibt. Ein umfangreiches Kinderbetreuungsangebot, damit junge Eltern ihrem Beruf nachgehen können. Und die Möglichkeit, ihr Dorf mitgestalten zu können.    
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