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Versicherung

Gebäudeversicherung: Grobe Fahrlässigkeit einschließen

am Mittwoch, 19.12.2018 - 10:11

Damit die Versicherung bei einem Wohnungsbrand die volle Leistung zahlt, sollte grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen sein. Prüfen Sie daher Ihre Policen. Gerade an Weihnachten steigt das Risiko.

Verursachen Sie einen Gebäudebrand grob fahrlässig, beispielsweise wegen unbeaufsichtigter brennender Kerzen, kann der Versicherer die Leistung kürzen. Wollen Sie dem Risiko entgehen, sollten Sie grobe Fahrlässigkeit im Bedingungswerk einschließen lassen.  

Zu keiner Jahreszeit kommt es zu so vielen Wohnungsbränden wie zur Weihnachtszeit. Nach einer Schadenstatistik des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft lag die Zahl der Feuerschäden im vergangenen Jahr um 45 Prozent höher als in den übrigen Monaten. Häufige Ursachen sind brennende Adventskränze und Weihnachtsbäume.

„Eine Kerze sollte nie unbeaufsichtigt brennen gelassen werden“, erklärt Schadenexpertin Margareta Bösl von der uniVersa Versicherung. Denn solch ein Verhalten wird regelmäßig als grob fahrlässig eingestuft und kann zu Leistungskürzungen in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung führen.

So vermeiden Sie Brände

Damit es erst gar nicht zum Brandfall kommt, helfen laut Bösl ein paar einfache Tipps:

  • Der Adventskranz sollte auf einer nicht brennbaren Unterlage, beispielsweise einem Porzellanteller oder einer Glasplatte, stehen.
  • Beim Kerzenhalter darauf achten, dass er aus feuerfestem Material ist und die Kerze stabil hält.
  • Brennende Kerzen nie allein lassen.
  • Feuerzeug und Streichhölzer vor Kindern sicher aufbewahren.
  • Die Kerzen sollten ausgetauscht werden, bevor sie vollständig niedergebrannt sind.
  • Der Weihnachtsbaum sollte standfest und nicht in der Nähe von brennbaren Stoffen wie Vorhängen aufgestellt und ausreichend gegossen werden.