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Bildung

Hofnachfolger in der Landwirtschaft gut ausgebildet

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.06.2013

Bonn - Die Hofnachfolger in der deutschen Landwirtschaft sind heutzutage sehr gut ausgebildet. Das zeigen die Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010, die jetzt vorliegen.

Beim Praktikum gelten seit dem Mindestlohngesetz neue Regeln. © Mühlhausen/landpixel
Laut Rheinischem Landwirtschaftsverband (RLV) verfügten rund 97 Prozent (%) der möglichen Hofnachfolger auf den landwirtschaftlichen Betrieben über mindestens eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. Etwa 55 % der Hofnachfolger hatten eine landwirtschaftliche Berufsbildung, während 52 % eine Ausbildung in einem nicht landwirtschaftlichen Bereich vorweisen konnten und 9 % sowohl eine landwirtschaftliche als auch eine nicht landwirtschaftliche Berufsbildung. Lediglich 3 % der Hofnachfolger hatten keine Ausbildung.

Bei Haupterwerbsbetrieben ist die Ausbildungsquote sehr hoch

Zum Zeitpunkt der Erhebung waren dem RLV zufolge 44 % der Hofnachfolger zwischen 15 und 25 Jahre alt, so dass der Anteil der Hofnachfolger mit landwirtschaftlicher Berufsbildung bis zur tatsächlichen Hofübergabe noch ansteigen dürfte. Unter den landwirtschaftlichen Betriebsleitern beziehungsweise Geschäftsführern hatten 69 % eine abgeschlossene landwirtschaftliche Berufsausbildung; die übrigen 31 % wiesen ausschließlich praktische landwirtschaftliche Erfahrungen auf. Bei den Haupterwerbsbetrieben war laut RLV die Ausbildungsquote der Leiter mit 87 % relativ hoch; bei den Nebenerwerbsbetrieben waren es nur 47 %.

Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Bildungsgrad

Zudem lässt sich dem RLV zufolge eine Korrelation zwischen der Betriebsgröße und dem Ausbildungsgrad feststellen: In Betrieben mit mehr als 100 Hektar (ha) hatten 94 % der Betriebsleiter beziehungsweise Geschäftsführer eine abgeschlossene landwirtschaftliche Berufsausbildung, während es bei den Betrieben mit weniger als 10 ha nur 46 % waren. Insgesamt konnte von den Betriebsleitern und Geschäftsführern mit abgeschlossener landwirtschaftlicher Berufsbildung jeder Zehnte einen Hochschulabschluss vorweisen.
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