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Recht

Italien: Sonderprüfungen decken Betrugsfälle auf

von , am
17.04.2012

Rom - Bei regionalen Einsätzen hat die Anti-Schmuggel-Einheit der italienischen Polizei (NAC) vor den Osterfeiertagen insgesamt 56 landwirtschaftliche Betriebe durchsucht und Lebensmittel im Wert von rund 100.000 Euro beschlagnahmt.

Nicht ganz Italien leidet unter der Krise: `Agro-Mafia` verdient sich goldene Nase. © nimkenja/pixelio.de
Bei den Kontrollen sei es vor allem um die Einhaltung der nationalen und europäischen Gesetzgebung zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gegangen, betonte das Landwirtschaftsministerium.
 
Unregelmäßigkeiten tauchten Ressortangaben zufolge vor allem bei Meeresfrüchten, hausgemachten Süßigkeiten sowie Obst- und Gemüseprodukten auf, die ohne die vorgeschriebene Etikettierung und Herkunftsbezeichnung zum Verkauf standen.

3.000 Kilogramm Lebensmittel beschlagnahmt

Außerdem wurden die Vorschriften der geschützten Herkunfts- und Ursprungsbezeichnung bei einigen Produkten missachtet. Die Kontrolleure beschlagnahmten auch Fleisch, Fisch, Osterbäckereien, Eier und Milchprodukte. Bei einem Unternehmen fanden die Beamten beispielsweise Büffelfleisch aus Australien, das fälschlicherweise mit "Made in Italy" beschriftet war. Um weiteren Betrügereien auf die Schliche zu kommen, hat die NAC die Bevölkerung nun zur Mitarbeit aufgerufen.
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