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Dauergrünland

Mecklenburg-Vorpommern setzt "Pflugregelung" für Grünland um

Grünlandumbruch
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
13.12.2018

In Mecklenburg-Vorpommern soll die sogenannte Pflugregelung ins Landesrecht überführt werden, um den Anbau von Grünfutterpflanzen auf Ackerland zu erleichtern. Das schlägt die Regierungskoalition vor.

Dazu soll das Dauergrünlanderhaltungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern erneut geändert werden. Einen entsprechenden Entwurf haben die Regierungsparteien SPD und CDU im Landtag vorgestellt.

Die EU hat die Definition von „Dauergrünland“ voriges Jahr bekanntlich mit der sogenannten Omnibus-Verordnung geändert. Mit der überarbeiteten Definition kommt die EU der ursprünglichen Auslegung des Begriffes durch Bund und Länder entgegen. Seit 2018 können die Mitgliedstaaten festlegen, dass unter Dauergrünland nur solche Flächen erfasst werden, die zum Anbau von Gras oder Grünfutterpflanzen genutzt werden und innerhalb der letzten fünf Jahre nicht nur kein Bestandteil der Fruchtfolge waren, sondern auch nicht umgepflügt worden sind.  

Umbruch wird genehmigungspflichtig

Das bedeutet im Umkehrschluss: Auf Ackerland können dann dauerhaft Gras oder Grünfutterpflanzen angebaut werden, ohne dass die Fläche zu Dauergrünland wird, wenn sie innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren gepflügt wurde. Das war in der Vergangenheit anders. In Mecklenburg-Vorpommern muss das Pflügen spätestens einen Monat nach Vollzug beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt angezeigt werden.

Die von der EU und dem Bund eingeführte Pflugregelung hat aber auch die Konsequenz, dass der Umbruch (Pflügen) von Dauergrünland mit unverzüglicher Neuansaat genehmigungspflichtig ist. Darüber hinaus wird das Gesetz entfristet.

Schutz von Dauergrünland wird nicht eingeschränkt

Nach Darstellung der Schweriner Landesregierung wird der Schutz von bestehendem Dauergrünland durch die geplante Änderung nicht eingeschränkt. Durch die Einführung der Pflugregelung bei der Dauergrünlandentstehung werde stärker als bisher zwischen ackerbaulichem Gras- oder Grünfutteranbau und „klassischem Dauergrünland“, das zu schützen sei, differenziert.

Damit entfalle künftig der Anreiz, zur Vermeidung der Dauergrünlandentstehung vorübergehend andere Kulturen als Gras oder Grünfutterpflanzen zu bebauen. Dies sei auch aus naturschutzfachlicher Sicht von Vorteil.

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