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Bildung

Mehr landwirtschaftliche Auszubildende in 2013/2014

von , am
23.12.2013

Berlin - Im aktuellen Ausbildungsjahr wurden in den "Grünen Berufen" weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Einen Zuwachs von 7,1 Prozent gab es jedoch beim Beruf Landwirt.

Beim Praktikum gelten seit dem Mindestlohngesetz neue Regeln. © Mühlhausen/landpixel
In den "Grünen Berufen" wurden im aktuellen Ausbildungsjahr 2013/2014 bundesweit 13.158 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. In Westdeutschland gab es 10.530 (minus 0,6 Prozent zum Vorjahr) und in Ostdeutschland 2.628 (minus 1,4 Prozent) Neuverträge. Diese Zahlen teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) unter Berufung auf das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) mit.

Zuwachs beim Beruf Landwirt

Innerhalb der "Grünen Berufen" gab es einen Zuwachs beim Beruf Landwirt/in mit 3.979 Neuverträgen (plus 7,1 Prozent). Positiv entwickelten sich ebenfalls die Berufe Fachkraft Agrarservice mit 256 Neuverträgen (plus 9,4 Prozent) und Fischwirt/in mit 95 Neuverträgen (plus 16 Prozent). Leicht rückläufig ist die Zahl der Auszubildenden aktuell bei den Berufen Gärtner/in (minus 6,5 Prozent) und Winzer/in ( minus 4,8 Prozent).

Freie Ausbildungsplätze

Nach aktuellen Schätzungen des DBV sind in den Grünen Berufen bundesweit insgesamt noch mehr als 3.000 Ausbildungsplätze mangels geeigneter Bewerber/innen unbesetzt. Daher hat der DBV ausführliche Informationen zu den Grünen Berufen, zu den Möglichkeiten der Ausbildungsplatzsuche und eine Übersicht von Ansprechpartnern im gesamten Bundesgebiet unter www.meine-gruene-zukunft.de zusammengestellt.

Ausbildungszahlen relativ stabil

Nach der jüngsten Erhebung entwickeln sich die Ausbildungszahlen der "Grünen Berufe" im Vergleich aller Wirtschaftsbereiche relativ stabil. Insgesamt gab es bundesweit 530.715 Neuverträge (minus 3,7 Prozent). Davon entfielen 318.540 (minus 4,2 Prozent) auf den Bereich der Industrie- und Handelskammern, 142.137 (minus 3,5 Prozent) auf das Handwerk, 42.051 (minus 2,4 Prozent) auf die freien Berufe, 12.114 (minus 0,9 Prozent) auf den öffentlichen Dienst und 2.559 (minus 7,5 Prozent) auf die Hauswirtschaft.

Weitere Details zu den Ausbildungszahlen

Positive Entwicklungen bei den Neuverträgen der Agrarberufe verzeichneten die Bundesländer Sachsen (plus 15,2 Prozent), Schleswig-Holstein (plus 9,4 Prozent), Niedersachsen (plus 3,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 1,7 Prozent) und Hessen (plus 0,7 Prozent).
 
Relativ deutliche Rückgänge gab es in den Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern (minus 11,9 Prozent), Thüringen (minus 5,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (minus 5,0 Prozent) und Brandenburg (minus 4,8 Prozent).
 
In der Ausbildung behinderter Menschen (Werker, Helfer, Fachpraktiker), die überwiegend von externen Bildungsträgern mit integrierten betrieblichen Ausbildungsphasen angeboten wird, reduzierte sich die Zahl der Neuverträge bundesweit auf 1.302 (minus4,8 Prozent).
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