Login
Energiewende

Netzausbau: Umweltminister sind für höhere Entschädigungen

Strommasten-Sonnenuntergang
Thumbnail
Josef Koch , agrarheute
am
12.06.2018

Der Druck auf die Bundesregierung wächst, höhere Entschädigungen für Grundbesitzer beim Netzausbau vorzusehen. Die Umweltminister der Bundesländer fordern dies vehement.

Stromtrassenbau

Die Forderung nach einer besseren Vergütung der Grundbesitzer beimNetzausbau unterstützen im Grundsatz auch die Umweltminister der Bundesländer. Einen entsprechenden Beschluss hat die Umweltministerkonferenz am vergangenen Freitag in Bremen gefasst. Der Deutsche Bauernverband fordert dies schon seit längerem.

Die Umweltminister fordern den Bund auf, die im Koalitionsvertrag vorgesehene Prüfung finanzieller Anreize für Grundstückseigentümer beim Stromnetzausbau und dabei insbesondere der Option der wiederkehrenden Zahlungen zeitnah durchzuführen.

Anschließend soll sich die Regierung zu diesen Themen positionieren. Die Umweltministerkonferenz befürchtet andernfalls „einen Attentismus der Grundstückseigentümer“, der den weiteren Ausbau der Stromnetze zusätzlich verzögern werde.

Nur höhere Entschädigungen verbessern Akzeptanz

Die Umweltminister unterstreichen die Bedeutung des Netzausbaus als Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Die Bundesregierung sei gefordert, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um den Netzausbau zu beschleunigen. Dafür seien die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.

Vor einigen Wochen hatte sich eine Gruppe von 13 CDU-Bundestagsabgeordneten mit der Forderung nach Einführung wiederkehrender Zahlungen an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt. Die Parlamentarier begründeten das ebenfalls damit, dass die Akzeptanz des Leitungsausbaus bei den Bewirtschaftern und Eigentümern der betroffenen Flächen verbessert werden müsse.

Mit Material von AgE

Mehr Themen im agrarheute Magazin

Aktuelles Heft Juni 2018

Cover agrarheute Juni 2018
agrarheute Pflanze+Technik 2018
Auch interessant