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Neu im Netz: Bauernhöfe statt Bauernopfer

von , am
21.05.2013

Damme - Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands hat ein neues Netzwerk gegründet. Unter dem Motto "Bauernhöfe statt Bauernopfer" bieten Tierhalter Kritikern die Stirn.

Wenn Sie in der Suchmaschine im Internet "Bauernhöfe statt" eingeben, kommen Sie zuerst auf die Seite "Bauernhöfe statt Agrarfabriken". Das soll sich aber bald ändern. Auf Initiative der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wurde jetzt eine neue Internetseite ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Bauernhöfe satt Bauernopfer" hat sich die "Gegenseite organisiert". Der Name der Internetseite ist aber nicht nur Wortspielerei. Vielmehr soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass überzogene Anforderungen dazu führen, dass viele kleinere und mittlerere Bauernhöfe in Deutschland aufgeben müssen. "Jetzt heißt es die Internetseite mit Leben zu füllen", betont Karl-Heinz Tölle, Geschäftsführer der ISN-Projekt GmbH, im Interview mit agrarheute.com.

Mit Kritikern in Kontakt treten

Die Internetseite wurde in erster Linie für Landwirte und ihre Mitarbeiter aber auch für Firmen und Organisationen der Agrarbranche geschaffen. Die Verbraucher stehen erst an zweiter Stelle. "Wir wollen die Verbraucher nicht mit Informationen überfallen", betont Tölle. Vielmehr gehe es darum die Öffentlichkeitsarbeit zu koordinieren und zu unterstützen. Unter dem Button "Was, wann und wo" werden zum Beispiel Termine, die sich gegen Tierhalter richten, bekannt gegeben. Jeder Landwirte ist aufgerufen, an diesen Terminen teilzunehmen und mit Kritikern in den Dialog zu treten. "Ziel ist es die Landwirte mit einzubinden",  erklärt Tölle weiter.

Projekte und Geld werden zusammen gebracht

Viel Platz gibt es für gute Ideen. Jeder Landwirt kann eigene Ideen rund um das Thema Öffentlichkeitsarbeit einreichen. In der sogenannten Projektbörse werden gute Ideen und Geld zusammengebracht. Drei interessante Projekte stehen derzeit online und finden so Finanzierer und Unterstützer. Jeder, der Betriebsausgaben verbuchen darf, kann per Mausklick Anteile an den Projekten kaufen. Von der ISN bekommt er dann eine Rechnung.  "Der Betrag ist von der Steuer absetzbar", erklärt Tölle.
Für Landwirte insbesondere für Tierhalter, die doch oft in der Kritik stehen, gebe es nun keine Ausreden mehr, sagte Tölle weiter. Die Internetseite vernetzt und informiert. "Jeder kann mitmachen - auch Ackerbauern und Rinderhalter".

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