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Recht

Neue Rente: 45 Jahre müssen voll sein

© Mühlhausen/landpixel
von , am
24.05.2014

Berlin - Der Bundestag hat gestern die Leistungsverbesserungen in der Alterssicherung der Landwirte in trockene Tücher gebracht. Im sogeannten Rentenpaket steckt die abschlagsfreie Rente mit 63.

Auch in der Landwirtschaft haben viele Frauen nach der Geburt ihrer Kinder ihren Beruf zurückgestellt. Das will die Bundesregierung im neuen Rentenpaket würdigen. © Darren Baker/fotolia
Der Deutsche Bundestag hat gestern das Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung, das sogenannte Rentenpaket, beschlossen. Mit dem Rentenpaket soll die Lebens- und Arbeitsleistung von Millionen von Menschen stärker anerkannt werden als bisher. Auch die in der Alterssicherung der Landwirte Versicherten profitieren von diesen Leistungsverbesserungen. Wesentliche Inhalte des Rentenpaktes sind eine abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren ab dem 63. Lebensjahr und eine ausgeweitete Anerkennung der Erziehungszeiten von Kindern.

Freie Bahn für das Rentenpaket

"Die Belastungen und Herausforderungen in landwirtschaftlichen Berufen sind hoch. Da ist es für mich selbstverständlich, dass auch Landwirten ermöglicht wird, nach einem 45-jährigen Berufsleben abschlagsfrei in Rente zu gehen.", betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.
 
Wer nach 45 Versicherungsjahren mit 63 in Rente geht bezieht zum einen zwei Jahre länger Rente, zum anderen erzielt er einen steuerlichen Vorteil, erklären Medien einen Vorteil des neuen Pakets. 
 
Des Weiteren unterstrich der Ressortchef die Bedeutung der Mütterrente. Im Rentenpaket werden Kindererziehungszeiten stärker angerechnet. Gezahlt wird diese Mütterrente auch für die sonst in der Alterssicherung der Landwirte Versicherten aus der Rentenversicherung. Mütter bekommen für jedes vor 1992 geborene Kind ab Juli 28,61 Euro mehr; im Osten 26,39 Euro.
 
Zusätzlich soll durch das Rentenpaket die Erwerbsminderungsrente verbessert werden. Die Änderungen durch das Rentenpaket treten am 1. Juli dieses Jahres in Kraft.  

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