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Ausnahmeregelung

Niedersachsen: Erntetransportfahrzeuge dürfen am Straßenrand parken

Dieser Artikel ist zuerst in der LAND & Forst erschienen.

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Erntetransporter fährt auf einer Straße.
Erntetransporter fährt auf einer Straße. © Walter Hollweg
von , am
07.08.2017

In Niedersachsen dürfen landwirtschaftliche Transportfahrzeuge im Ernteeinsatz in den von Niederschlägen betroffenen Regionen ab sofort zeitweise am Straßenrand parken.

Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen jetzt mitteilte, dürfen landwirtschaftliche Transportfahrzeuge im Ernteeinsatz ab sofort vorübergehend am Straßenrand abgestellt werden. Folgendes gilt:

  • Die Ausnahmeregelung gilt in den von den extremen Regenfällen betroffenen Regionen Niedersachsen.
  • Vorraussetzung dafür ist ein einfacher Antrag.
  • Die Genehmigung soll für den Erntemonat August gelten und ist auf fünf Stunden pro Tag begrenzt.
  • Betroffenen Landwirte können bei der Straßenverkehrsbehörde ihres Landkreises per E-Mail einen formlosen Antrag stellen.
  • Voraussetzung für das Abstellen der Fahrzeuge ist, dass diese entsprechend gesichert sind und kenntlich gemacht werden. Dazu können die Landwirte gelbes Rundumlicht, Warndreiecke, Trassenband oder Baken einsetzen.
  • An unübersichtlichen Stellen wie etwa Kurven oder Bergkuppen und in Straßenabschnitten mit Überholverbot ist das Abstellen auch weiterhin nicht erlaubt.

Durch die Regelung soll das zurzeit erhöhte Gefahrenpotenzial durch das verlangsamte Auf- und Abbiegen sowie die verstärkte Verschmutzung der Straßen soll dadurch entschärft werden.

Bußgelder im landwirtschaftlichen Verkehr: Hier müssen Sie aufpassen

Traktor transportiert Strohballen über Straße
Wer außerorts die Geschwindigkeit mit einem Anhänger überschreitet, muss mit Bußgeldern rechnen. Diese reichen von 15 Euro bei 10 km/h bis hin zu 600 Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot bei über 60 km/h. © agrarfoto
Fendt mit Anhänger auf Dorfstraße
Innerorts kann die erhöhte Geschwindigkeit mit einem Anhänger den Fahrer von 20 Euro bei 10 km/h bis 680 Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot bei über 60 km/h kosten. © Julia Eder
Strohballen auf Anhänger
Ladung muss verkehrssicher verstaut werden. Ist das nicht der Fall, drohen Bußgelder ab 25 Euro. Das höchste Bußgeld muss bezahlt werden, wenn die Ladung nicht vorschriftsmäßig vertaut wurde, die Verkehrssicherheit erheblich litt und es zum Unfall kam: 120 Euro und 1 Punkt. © Fotolia/Patou
Rundballen auf Anhänger
Wer zu viel auf den Anhänger packt, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Die Überladung kostet bei 2 bis 5 Prozent zu viel 35 Euro bis hin zu 425 Euro und 1 Punkt bei mehr als 30 % zu viel. Das sind die Regeln zu zulässiger Länge, Breite und das Gesamtgewicht von landwirtschaftlichen Gespannen. © Fotolia/chrisberic
Rundumleuchte auf Traktor
Nur Fahrzeuge mit ungewöhnlicher Breite und Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung dürfen mit einer gelben Rundumleuchte ausgerüstet sein. Werden die Vorgaben nicht eingehalten und gibt es beispielsweise keine Genehmigung für den Einsatz der Rundumleuchte, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei kann ein Bußgeld von 20 Euro verhängen. © Fotolia/bofotolux
Anhänger mit Mais
Anhänger sind nur zulassungsfrei bei Anbringung eines 25 km/h Schildes sowie eines Wiederholungskennzeichens einer zugelassenen Zugmaschine des Betriebes. Ist das nicht der Fall, kann das zu einem Bußgeld von 70 Euro zuzüglich Gebühren und Punkten in der Verkehrssünderdatei führen. © agrarfoto
Unterlegkeil unter Reifen
5 Euro muss man bezahlen, wenn man dabei erwischt wird, einen Anhänger ohne Unterlegkeile zu führen.  © Fotolia/animaflora
Anhängerkupplung
Auflaufbremsen müssen bei der normalen Fahrt aktiviert sein. Im Falle einer Verkehrskontrolle droht ansonsten ein mögliches Bußgeld in Höhe von 135 Euro zuzüglich Gebühren und Punkten in Flensburg. © Fotolia/mirkograul
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