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Bildung

Projekt zur Integration ausländischer Fachkräfte gestartet

© agrar-press
von , am
21.02.2014

Halle/Saale - In den kommenden Jahren wird sich der Fachkräftemangel in der Landwirtschaft verstärken. Um dem entgegenzuwirken, soll ein Projekt herausfinden, wie ausländische Fachkräfte integriert werden können.

Für Erntehlefer sind 'flankierende Maßnahmen', aber keine Begrenzung des Mindestlohns vorgesehen. © landpixel
Den landwirtschaftlichen Unternehmen drohen in nächster Zeit Erfahrungsverluste durch vermehrte Rentenübergänge alternder Belegschaften, schreibt das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO). Gleichzeitig sinke das Fachkräfteangebot. Vor diesem Hintergrund will das Verbund-Projekt, an dem neben zwei Forschungseinrichtungen und auch ein Agrarunternehmen beteiligt ist, andere landwirtschaftliche Betriebe in die Lage versetzen, ihren Wissens‐ und Kompetenzbestand mit Hilfe ausländische Fachkräfte zu sichern. Dafür soll landwirtschaftlichen Unternehmen ein neues Instrument zum betrieblichen Kompetenzmanagement durch betriebsfachliche und soziale Integration dieser Arbeitskräfte an die Hand gegeben werden. Für die erfolgreiche Umsetzung werde ein Lehrmodul für Führungskräfte entwickelt.   

Theorie und Praxis sollen zusammengeführt werden

Das Verbundprojekt will die praktischen Belange und Erfahrungen eines Agrarunternehmens mit soziologischer und agrarökonomischer Expertise zusammenführen. In diesem Fall das  Agrarunternehmen Barnstädt e.G., das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) sowie das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ZSH), die seit Ende 2013 zum Thema "Kompetenzmanagement zum Aufbau ausländischer Arbeitskräfte zu Fachkräften in der Landwirtschaft" zusammen arbeiten.

Im Visier der Forscher: Arbeitnehmer aus Osteuropa

Das Agrarunternehmen Barnstädt als Praxispartner biete die betriebliche Lerngelegenheit zur Modellierung, Entwicklung und Umsetzung des Instrumentes und zur Sicherung seines Fachkräftebestandes. Das IAMO führe empirische Untersuchungen über die Profile und Potenziale ausländischer Arbeitskräfte in der Landwirtschaft durch. Im Blick sei das osteuropäische Ausland, zu dem traditionell Kontakte in der ostdeutschen Landwirtschaft bestehen. Die Ergebnisse resultierten in Empfehlungen zur Gestaltung von organisationalen Transformationsprozessen. Das ZSH übernehme die Koordination des Verbundes. Inhaltlich verantwortet es die Konzeptionierung des Instrumentes "Integration ausländischer Fachkräfte" und sichere den Erfahrungstransfer in die landwirtschaftlichen Betriebe Sachsen-Anhalts.
 
Die Finanzierung stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderrichtlinie "Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel" zur Verfügung. 

Ausbilden - für die Landwirtschaft und das Leben

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