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Bildung

Ratgeber: So klappt das Mitarbeitergespräch

© landpixel
von , am
29.01.2015

Das Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Erfolgsgaranten für eine gute Führung. Damit das Mitarbeitergespräch zum Erfolg wird, sollten einige Dinge beachtet werden.

Eine gute Vorbereitung hilft bei der Auswahl eines neuen Mitarbeiters. © landpixel
Ein Mitarbeitergespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern ist ein wichtiges Instrument der Personalführung, das in regelmäßigen Abständen - mindestens einmal, besser zweimal im Jahr - durchgeführt werden muss. Ziele und Anlass des Mitarbeitergespräches machen den Unterschied zum alltäglichen Smalltalk aus.

Das Mitarbeitergespräch hat drei Phasen:

Oft löst der Termin für ein Mitarbeitergespräch Nervosität aus. Das muss aber nicht sein. Ist das Gespräch von beiden Seiten gut vorbereitet, profitieren der Chef und der Mitarbeiter davon. Ein gutes Gespräch sollte sich in folgende drei Phasen gliedern: 
    • Vergangenheit: Besprechung der vergangenen Arbeitsperiode,
    • Gegenwart: Einschätzung der Zielerreichung des Mitarbeiters durch Feedback des Vorgesetzten und Selbsteinschätzung des Mitarbeiters und
    • Zukunft: Erkennen der Stärken und Schwächen des Mitarbeiters und entsprechende Maßnahmen zur Unterstützung einleiten.
     

    Was bringt ein Mitabeitergesräch?

    Der Nutzen aus Mitarbeitersicht:
    Jeder Mitarbeiter möchte wissen wo er steht, wie sein Arbeitgeber ihn heute und bezüglich seines Potenzials einschätzt und welche Zielsetzungen anvisiert werden. Idealerweise nutzt der Mitarbeiter das vertrauliche Vieraugengespräch für die Findung individueller Maßnahmen zur persönlichen Entwicklung.
     
    Der Nutzen aus Arbeitgebersicht:
    Jeder Arbeitgeber ist bestrebt im Gespräch mit seinem Mitarbeiter diesen für eine weitere Planungsphase zu gewinnen. Auch möchte er seinen Mitarbeiter gut informiert wissen, über unternehmensseitige Anforderungen, Ziele, etc. Aus Mitarbeitergesprächsbogen wird ein lebendiges Instrument der Personalentwicklung. Der Mitarbeiter wird vom Kostenfaktor zum individuellen, wertgeschätzten Leistungsträger.
    Weitere Informationen zum Thema Mitarbeitergespräch finden Sie auf der Internetseitedas-mitarbeitegespräch.de

    Protokoll führen ist wichtig

    Zur Erleichterung sollte bei jedem Mitarbeitergespräch Protokoll geführt werden, sodass immer ein Schriftstück des letzten Gespräches herangezogen werden kann. Nur so kann überprüft werden, inwieweit die vereinbarten Ziele umgesetzt wurden. Wird das Gespräch zum ersten Mal geführt, dienen die mit der Einstellung definierten Aufgaben zur Orientierung.

    Meilensteine festlegen

    Durch die Vereinbarung von sogenannten Meilensteinen ist auch das Erreichen von weitgesteckten Zielen möglich. Ziele, die sich als unrealistisch herausstellen, können geändert werden, d.h. es werden auch keine unnötigen Ressourcen verschwendet. Durch diesen ständigen Austausch lernt der Mitarbeiter seine Stärken kennen und kann darauf ein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen. Ebenso dient konstruktive Kritik dazu, sein Verbesserungspotenzial zu erkennen und fachliche Fertigkeiten und persönliche Eigenschaften weiter zu entwickeln.

    Lob und Kritik richtig einsetzen

    Wichtig ist, dass Lob und Kritik im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Inwieweit eher gelobt oder kritisiert werden kann, ist im starken Maße von der Persönlichkeit des Mitarbeiters abhängig. Zwei Punkte sollten aber beachtet werden:
    1. Die Selbsterkenntnis durch den Mitarbeiter ist immer vorzuziehen, als dass der Vorgesetzte vorschnell Vergangenes bewertet oder beurteilt.
    2. Kritik sollte nicht an erster oder letzter Stelle stehen, sondern in positive Punkte eingebettet werden.

    Wertschätzung der Mitarbeiter

    Allein die Tatsache, dass dem Mitarbeiter Aufmerksamkeit geschenkt wird, verbindet er mit einer Wertschätzung seiner Arbeit. Er fühlt sich am Gesamtprozess beteiligt, was dazu führt, dass Neuheiten eher akzeptiert und konsequenter befolgt werden. Für ein Unternehmen sind motivierte Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg. Gerade in schwierigen Zeiten müssen der Informationsfluss und die Abstimmung der Ziele funktionieren. Wenn am meisten zu tun ist, muss auch am meisten miteinander geredet werden.

    Fazit:

    Führung ist auf Kommunikation angewiesen, daher sind Mitarbeitergespräche ein entscheidendes Mittel für den Unternehmenserfolg. Sie sollten nicht als Pflichtveranstaltung abgetan werden, sondern von beiden Seiten als Chance genutzt werden. Allerdings ist das Mitarbeitergespräch nur dann von Nutzen, wenn es organisatorisch im Unternehmen verankert ist. Der Mitarbeiter erhält zum Beispiel Hintergrundinformationen, warum bestimmte Maßnahmen oder Entscheidungen getroffen wurden. Dieses Wissen verbessert auch die Umsetzung von Aufgaben, weil sie zielorientierter erfolgen können. Auf der anderen Seite erkennt die Führungsebene frühzeitig Probleme an der Basis und kann diese zur Anpassung der Ziele nutzen.
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