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Wirtschaftsdünger

Sachsen-Anhalt: Gülletransporte sind meldepflichtig

Helm entwickelt neue einfache Schlagkartei für Landwirte.
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Josef Koch, agrarheute
am
23.07.2018

Seit Mitte Juli müssen Landwirte in Sachsen-Anhalt Transporte von Wirtschaftsdünger melden. Auch wer Dünger aufnimmt, muss schlagbezogene Aufzeichnungen machen.

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Seit 13. Juli 2018 gilt in Sachsen-Anhalt eine Landesverordnung zur Meldepflicht für Wirtschaftsdünger. Ziel der Verordnung ist es, die Wirtschaftsdüngerströme besser kontrollieren zu können.

Die Verordnung über Aufzeichnungs- und Meldepflichten zum Verbleib von Wirtschaftsdünger des Landes Sachsen-Anhalt (WDüngVerbleibVO LSA) regelt, welche Aufzeichnungen (Lieferscheine) beim Abgebenden und Aufnehmenden von Wirtschaftsdünger im Betrieb vorliegen müssen, teilt das Landwirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt mit.

Zeitnah dokumentieren

Neu ist, dass der Aufnehmende von Wirtschaftsdünger spätestens vier Wochen nach der Übernahme den Verbleib im Betrieb schlagbezogen dokumentieren muss.

Mit Inkrafttreten der Landesverordnung unterliegen neben den Aufnehmenden von Wirtschaftsdünger nunmehr auch die Abgebenden mit Betriebssitz in Sachsen-Anhalt der Meldepflicht. Die Plicht gilt auch bei Wirtschaftsdüngertransporten innerhalb von Sachsen-Anhalt.

Darüber hinaus besteht eine halbjährliche elektronische Meldepflicht über die verbrachten Mengen an Wirtschaftsdünger sowie deren Nährstoffgehalte. Generell gilt, Meldungen für das erste Kalenderhalbjahr müssen bis 30. September des Jahres erfolgen. Die Meldefrist für das zweite Kalenderhalbjahr endet am 31. März des Folgejahres.

So funktioniert es

Für die elektronische Meldung steht das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Sachsen-Anhalt unter www.meldeprogramm-sachsen-anhalt.de als Internetanwendung zur Verfügung. Mit dem webbasierten Programm können Landwirte die notwendigen Angaben erfassen, berichtet die ISN. Außerdem bietet das Programm die Möglichkeit, Lieferscheine, einzelbetriebliche Meldungsübersichten und Betriebsspiegel zu erstellen und auszudrucken.

Die Anmeldung im Programm erfolgt mit der ZID/HIT-Betriebsnummer sowie dem dazugehörigen Passwort. Biogasanlagen können sich mit der Registriernummer nach der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung anmelden. Hat ein Betrieb keine der genannten Betriebs- oder Registriernummern, kann er beim Landesverwaltungsamt entsprechende Anmeldedaten beantragen.

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