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Corona-Maßnahmen

So kann die Quarantäne bei Saisonarbeitskräften vermieden werden

Saisonarbeitskräfte auf einem Spargelfeld
am Mittwoch, 19.05.2021 - 15:37 (Jetzt kommentieren)

Personen aus einem Corona-Risikogebiet müssen nach ihrer Einreise nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Für Saisonarbeitskräfte kann die Quarantäne aber vermieden oder zumindest verkürzt werden.

Je nachdem, ob es sich beim Herkunftsland einer Saisonarbeitskraft um ein Risikogebiet oder um ein Hochinzidenzgebiet handelt, lässt sich die Quarantänezeit durch einen Corona-Test entweder vermeiden oder auf fünf Tage verkürzen. Dies teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Agrarministern der Bundesländer und den Agrarverbänden mit.

Bei Saisonarbeitern aus Risikogebieten kann sofort getestet werden

Nach ihrer Einreise können Saisonarbeitskräfte sich sofort auf das Coronavirus testen lassen. Die Quarantäne ist für sie aber erst hinfällig, wenn ein Nachweis mit dem negativen Ergebnis an die zuständige Behörde übermittelt wurde.

Sind die Erntehelfer bereits genesen oder geimpft, dann gelten für sie die gleichen Regeln wie für getestete Personen.

Als Risikogebiete gelten inzwischen

  • Rumänien
  • Polen
  • Ukraine
  • Estland
  • Nordmazedonien und
  • Serbien.

Fünf Tage Quarantäne für Personen aus Hochinzidenzgebieten

Saisonarbeitskräfte aus Hochinzidenzgebieten müssen zunächst vier Tage in Quarantäne. Ab dem fünften Tag ihres Aufenthalts in Deutschland ist eine Freitestung möglich. Auch hier endet die Quarantänepflicht mit der Übermittlung des negativen Testergebnisses an die zuständige Behörde.

Bei den Hochinzidenzgebieten muss auch für genesene und geimpfte Personen ein negatives Ergebnis vorliegen, das der Behörde mitzuteilen ist.

Zu den Hochinzidenzgebieten zählen

  • Kroatien
  • Slowenien und
  • Litauen.

Für Transportpersonal im Güterverkehr gelten die Regeln nicht

Die Anmelde-, Quarantäne- und Nachweispflichten gelten nicht für Transportpersonal im Güter- und Warentransport aus Risikogebieten. Auch nach einer Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet gilt die Anmeldepflicht nicht. Die Nachweispflicht gilt erst bei einem Aufenthalt von mehr als 72 Stunden.

Mit Material von AgE
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