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Bildung

Social Media: 5 Tipps für den eigenen Auftritt im Netz

© Trueffelpix/fotolia
von , am
15.04.2015

Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig - und macht nicht immer Freude. Marketing- und PR-Spezialist Dirk Gieschen gibt Tipps, wie der Facebook-Auftritt gelingt und wie Sie am besten mit Trollen & Co umgehen.

Social Media wird für die Öffenltichkeitsarbeit auch in der Landwirtschaft immer wichtiger. © Trueffelpix/fotolia
Als Landwirt werde ich nicht automatisch gemobbt. Ich muss mir aber genau überlegen, was ich auf meinem Profil veröffentliche - ob ich mich provozieren lasse, und wie ich mit kritischen Situationen umgehe. 

2. Nicht selbst als 'Angreifer' agieren

Mit welchen Reaktionen Landwirte auf Facebook rechnen müssen, hängt stark von der Popularität ab. Wer beispielsweise als Verbandsvorsitzender in der vorderen Reihe steht, bekommt auch von den Kritikern die größte Aufmerksamkeit. Zu den Zielscheiben von Kritikern gehört mittlerweile auch Familie Henke als großer und im Netz sehr präsenter Betrieb.
 
Mit dieser Dimension der Kritik muss ein normaler Landwirt, der sich mal äußert, nicht rechnen, wenn er nicht selbst als "Angreifer" völlig über das Ziel hinaus schießt.

3. Keine Illusionen, die 'Normalität' zeigen

  • Statt Illusionen im Stil des Bärenmarke-Bärs auf der Almwiese: die ganz normale Arbeit zeigen und damit Nachbarn, Freunde und Bekannte aus der Region ansprechen
  • Nicht zu politisch zu werden: Eine Grundsatzdiskussion über Medikamenteneinsatz brauche ich als Landwirt auf Facebook nicht zu führen.
Positives Beispiel:
Wenn ich normalerweise Kühe auf der Weide laufen lasse, diese im nassen März aber noch im Stall sind, kann ich das Bild einer Kuh zeigen und schreiben: "Schade, ich (die Kuh) würde gerne auf die Weide, möchte bei diesen Bodenverhältnissen aber meine Wiese doch nicht kaputttreten. Deshalb bleibe ich lieber noch im Stall." So ziehe ich ein Thema von der positiven Seite auf.

4. Sich einem Netzwerk anschließen

Sich einem Netzwerk wie "Bauernwiki - Frag doch mal den Landwirt" anzuschließen kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein.
 
Erstens überfordert der Aufwand einen Landwirt nicht - er muss schließlich vor allem seinen Betrieb führen.
 
Zweitens lebt das Netz vom Netzwerkgedanken. Wenn zwei Leute Inhalte teilen, erreichen sie schon viel mehr als nur einer. Das ist ein positiver Schneeballeffekt.
 
Drittens bilden solche Gruppen die Vielfalt der Landwirtschaft ab.

5. Nicht provozieren lassen

Von Aggressionen im Netz sollte man sich nicht zu sehr provozieren lassen. Schweigen ist manchmal die bessere Antwort. "Don‘t feed the troll", heißt es im Netz - wer nur provoziert, sollte ignoriert werden.

Die Fragen stellte Charlotte Wolframm

Video: Warum wir die Landwirtschaft lieben

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