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Tierrechtsorganisation PETA lässt Ferkel in Karlsruhe klagen

am Dienstag, 19.11.2019 - 15:58 (1 Kommentar)

Mit einer ungewöhnlichen Verfassungsklage protestiert die Tierrechtsorganisation Peta gegen die betäubungslose Kastration von Ferkeln.

Ferkelkastration

Beschwerdeführer der Klage sind alle männlichen Schweine. „Die Ferkel möchten selbst, dass sie nicht länger betäubungslos kastriert werden“, meinte PETA-Anwalt Christian Arleth heute in Karlsruhe. Dort reichten die Aktivisten die Klageschrift beim Bundesverfassungsgericht ein.

Laut Gesetz kann „jedermann“ Verfassungsbeschwerde erheben. Das Gericht versteht darunter natürliche und juristische Personen wie zum Beispiel Aktiengesellschaften. PETA will erreichen, dass auch Tiere - wie hier die Schweine - als Träger eigener Rechte anerkannt werden.

Ein Sprecher des Gerichts bestätigte den Eingang der Klage. Zu den Erfolgsaussichten äußerte er sich nicht. Fehlt die Klageberechtigung, nehmen die Richter eine Beschwerde nicht zur Entscheidung an.

PETA will Tiere als Beschwerdeführer etablieren

Dass die betroffenen Ferkel selbst als Beschwerdeführer fungieren, ist in der Geschichte der Bundesrepublik ein Novum.

PETA ist der Auffassung, dass sich das Beschwerderecht der Tiere aus der deutschen Rechtsordnung ableiten lässt. Ziel der Einreichung ist es, dass dies vor Gericht explizit anerkannt wird. Damit wäre der Weg dafür frei, dass Tieren künftig weitergehende fundamentale Grundrechte zugestanden werden können, so PETA.

Mit Material von dpa, PETA
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