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Bundesrat

Tierseuchen-Vorschriften: Das ist jetzt neu für Rinderbetriebe

AgE/agrarheute
am
25.04.2016

Der Bundesrat hat letzte Woche dem Entwurf des Agrarministeriums zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen zugestimmt. Was das für die Praxis bedeuten, lesen Sie hier.

Am vergangenen Freitag stimmte der Bundesrat dem Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur "Fünften Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen" zu. Im Hinblick auf die EU-Verordnungsnovelle zur elektronischen Kennzeichnung von Rindern und der Etikettierung von Rindfleisch forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf, bis spätestens  Herbst 2016 einen Entwurf zur Änderung der Viehverkehrsverordnung vorzulegen.

Tierseuchen-Vorschriften: Das ist neu

  • Zukünftig können Tiere prophylaktisch einfacher gegen das Blauzungenvirus (BTV) geimpft werden. Der zuständigen Behörde wird das Recht eingeräumt, eine solche Impfung gegebenenfalls leichter anzuordnen.
  •  In einer Schlachtstätte geborene Kälber können aus dieser verbracht werden, entweder in einen Betrieb im Zuständigkeitsbereich der für die Schlachtstätte zuständigen Behörde oder in den Herkunftsbetrieb des Muttertieres.
  • Die bei Verdacht auf die "Ansteckende Blutarmut" bei Einhufern vorgeschriebene zweite serologische Untersuchung für Tiere, deren Kontakt zu erkrankten Einhufern länger als 90 Tage zurückliegt, wird gestrichen.
  • Zur Bekämpfung der Bovinen Herpesvirusinfektion Typ 1 (BHV1) wird klargestellt, dass auch rinderhaltende Betriebe, die in einem BHV1-freien Gebiet liegen, Untersuchungen zur Aufrechterhaltung des BHVI‑freien Status durchführen müssen.
  • Die Verordnung konkretisiert, dass für notgeschlachtete Rinder aus Bulgarien, Rumänien und Kroatien auch weiterhin eine Pflicht zu Tests auf die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) ab einem Alter von 24 Monaten der Tiere gilt.
  • Bei der Brucellose bezieht sich die Anzeigepflicht ausschließlich auf Hausschweine

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