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Recht

US-Getreideverarbeiter verklagt Syngenta wegen Genmais

von , am
21.11.2014

Klagen gegen Gen-Saatguthersteller machen Schule: Der US-Getreideverarbeiter Archer Daniels Midland (ADM) hat den Agrokonzern Syngenta wegen des Verkaufs einer Genmais-Sorte in den USA verklagt.

Der GVO-Anbau zu Forschungszwecken soll in Deutschland weiter möglich bleiben © Mühlhausen/landpixel
Erst im September hatte der US-Handelskonzern Cargill Klage gegen Syngenta wegen des Genmaises MIR 162 eingereicht. Nun klagt auch der US-Getreideverarbeiter Archer Daniels Midland (ADM) gegen den schweizer Konzern.
 
Er wirft ihm vor, seinen gentechnisch veränderten Mais ohne begleitendes Programm zur Produktverantwortung auf den Markt gebracht zu haben. Dies habe dazu geführt, dass der Genmais "Agrisure Viptera" nicht von anderen Sorten getrennt gehandhabt wurde. Als Folge verweigerte China in diesem Jahr die Einfuhr von mehr als einer Million Tonnen maisbasierter Futtermittelzusätze aus den USA. Die Futtermittelzusätze hätten Spuren von dem in China nicht zugelassenem Viptera Mais enthalten, meldet das schweizer Landwirtschaftsportal LID.

ADM verlangt von Syngenta eine Entschädigung

ADM habe mehrere Millionen Dollar verloren und verlangt nun von Syngenta eine Entschädigung. Syngenta hält daran fest, die Klage sei unbegründet. Bereits über 100 Landwirte und auch der Rohstoffhändler Cargill und der Getreideexporteur Trans Coastal Supply haben aus dem gleichen Grund Klage gegen Syngenta eingereicht.
 
Die Konkurrenz lässt nun Vorsicht walten und kündigt an, neue gentechnisch veränderte Produkte momentan nur noch mit einem streng betreuten Anbauprogramm für die Landwirte auf den Markt zu bringen.
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