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Recht

Vereinigte Hagel warnt vor Risiko einer Unterversicherung

von , am
04.04.2011

Kassel - Die Hagelversicherer warnen Landwirte vor zu niedrigen Hektarwerten in den Verträgen. Dies könnte nach Auffassung der Vereinigten Hagel zu einer Unterversicherung führen.

Hagelzüge führen in Österreich zu erheblichen Schäden. © Sparkie/pixelio
Da sich Getreide- und Rapspreise auf hohem Niveau befinden und sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt haben und gestiegene Dünger- und Pflanzenschutzmittelpreise zugleich die Aufwandkonten belasten, sollen die Versicherungssummen pro Hektar deutlich nach oben korrigiert werden - und dies möglichst frühzeitig. Das hat die Vereinigte Hagel ihren Mitgliedern empfohlen.
 
Wegen der niedrigen Hektarwerte im Vorjahr riskierten viele Betriebe eine Unterversicherung, wenn sie ihren diesjährigen Anbau zu spät und unzureichend hoch deklarierten, mahnten die Kasseler Versicherer.

Richtig absichern

Schäden an Feldfrüchten durch Hagel, Starkregen, Sturm und Spätfröste träten nämlich immer öfter bereits im zeitigen Frühjahr auf. Bestehende Lieferkontrakte der Ernte 2011 verpflichteten dazu, den Schadenfall angemessen abzusichern. Sonst drohten dem Erzeuger kostspielige Deckungskäufe. Im Übrigen seien hohe Hektarwerte günstig versicherbar, betonte die Hagelversicherung.

Beratung vor Ort

Was ein höherer Hektarwert tatsächlich koste, werde in der Praxis oft überschätzt. Oft reiche eine Prämienerhöhung von nur wenigen Euro aus, um den Anspruch auf eine Entschädigungsleistung deutlich zu erhöhen. Wie eine optimale betriebsspezifische Versicherungslösung aussehe, darüber würden die Experten der Vereinigten Hagel vor Ort beraten.
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