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Geschäftsjahr 2015

Rentenbank: Dafür beantragten Landwirte Kredite

pd/af
am
01.02.2016

Im Jahr 2015 verbuchte die Landwirtschaftliche Rentenbank eine Rekordnachfrage nach Förderdarlehen. Zum einen stieg die Nachfrage nach Darlehen zur Liquiditätssicherung und zum anderen für das Neugeschäft bei Flächenkäufen.

Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten steigt

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main berichtet nach vorläufigen Zahlen von einer stark gestiegenen Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Agrarwirtschaft erhöhte sich das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent (%) auf ein neues Rekordvolumen von 7,8 Mrd. Euro.

Finanzierungen für Flächenkäufe deutlich gestiegen

In der Fördersparte "Landwirtschaft" vergab die Rentenbank Kredite in Höhe von 3,2 Mrd. Euro, 16,5 % mehr als im Vorjahr.

  • In der Sparte Finanzierungen von Gebäuden, waren vor allem Kredite für Milchvieh- und Schweineställe gefragt. Das Volumen betrug insgesamt mit 1,1 Mrd Euro, was ein Rückgang von 11,8 % ist-
  • Die Kredite für das Neugeschäft bei Flächenkäufen stieg um 23,6 % auf 0,8 Mrd. Euro.
  • Die Darlehen zur Liquiditätssicherung stiegen deutlich an. Mit 345,2 Mio. Euro stellte die Bank dafür 2015 erstmals seit fünf Jahren wieder einen dreistelligen Millionenbetrag bereit.

Weniger Kredite für Erneuerbare Energien

Deutlich stärker nachgefragt als im Vorjahr waren die Kredite der Rentenbank auch in den Fördersparten „Ländliche Entwicklung“ (+47,5 % auf 2,3 Mrd. Euro) sowie „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ (+45,7 % auf 0,8 Mrd. Euro).

Rückläufig war hingegen die Darlehensnachfrage in der Sparte „Erneuerbare Energien“, in der das Neugeschäft um 24,6 % auf 1,5 Mrd. Euro zurückging. Grund dafür waren insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Gespaltenen Lage in der Landwirtschaft

Das gesamte Förderneugeschäft, das auch allgemeine Förderkredite und das verbriefte Fördergeschäft umfasst, erhöhte sich um 20,6 % auf 13,6 Mrd. Euro. „Unser Neugeschäft spiegelt die gespaltene wirtschaftliche Lage in der Agrarwirtschaft wider. Einerseits gibt es viele wettbewerbsfähige Betriebe, die nach wie vor investieren. Andererseits zeigt die große Nachfrage nach Liquiditätshilfen, dass eine wachsende Zahl von Betrieben unter Druck steht. Ein Grund dafür sind die im vergangenen Jahr stark gefallenen Agrarpreise“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

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