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Rheinland-Pfalz: Pachtpreise auf neuem Höchststand

Felder zur Pacht
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Katharina Krenn, agrarheute
am
13.01.2017

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Soviel zahlten die Pächter 2016 im Schnitt.

Die landwirtschaftlichen Betriebe zahlten 2016 durchschnittlich 233 Euro je Hektar Pacht, so viel wie noch nie seit Einführung dieser Erhebungsmerkmale im Jahr 1971, meldet das statistische Landesamt Rheinland-Pfalz. Gegenüber dem Jahr 2013 stiegen die Pachtpreise um durchschnittlich 19 Euro oder neun Prozent.

63 Prozent der Fläche zugepachtet

Im März 2016 hatten die 17.600 in Rheinland-Pfalz ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe rund 63 Prozent der von ihnen landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche von 707.000 Hektar zugepachtet. Da Pachtverträge in der Regel für längere Zeiträume abgeschlossen werden, steigt das Pachtpreisniveau nur langsam an. Für neu gepachtete Flächen oder Flächen, für die die Pachtpreise angepasst wurden, mussten die Landwirte im Durchschnitt 314 Euro je Hektar zahlen.

Ackerflächen kosten im Schnitt 227 Euro/ha

Ackerland, das den größten Teil der landwirtschaftlich genutzten Flächen umfasst, kostete 2016 durchschnittlich 227 Euro je Hektar. Im Vergleich zu 2013 stieg der Durchschnittspreis um 18 Euro bzw. neun Prozent. Die Pachten für Dauergrünland erhöhten sich um sieben auf 103 Euro je Hektar.

Kosten je nach Rechtsform

Neben der Nutzungsmöglichkeit der Fläche hat auch die Rechtsform einen Einfluss auf die Pachtpreise. So zahlten z. B. landwirtschaftliche Betriebe, die in der Rechtsform einer Personengesellschaft, z. B. als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), geführt werden, durchschnittlich 278 Euro für einen Hektar gepachtetes Ackerland. Einzelunternehmen (Familienbetriebe) zahlten nur 208 Euro für einen Hektar Ackerland.

Beim Dauergrünland sind die Unterschiede weniger deutlich ausgeprägt. Personengesellschaft wendeten durchschnittlich 116 Euro für einen Hektar Dauergrünland auf. Die Familienbetriebe kamen auf 100 Euro/Hektar.

Mit Material von rlp

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