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Bilanz

Rückversicherer: Dürreschäden schlagen kaum zu Buche

Umgeknickter Mais
am
07.09.2018

Zu hohe Prämien halten die deutschen Landwirte von einer Dürreversicherung ab. Für die Rückversicherer spielen die Schäden daher kaum eine Rolle.

Einmal im Jahr treffen sich die Unternehmen der Rückversicherungsbranche, ziehen Bilanz und loten mit ihren Kunden die Verträge für das kommende Jahr aus.

Der Klimawandel treibt die Branche um, die sich mit den Risiken von Stürmen, Hochwasser und Dürre bestens auskennt. Es gebe immer mehr unwetterbedingte Großschäden, resümiert die Rating-Agentur Moody's. «Dies gibt den Rückversicherern Gelegenheit, sich das Nachfragewachstum zunutze zu machen, das mit neuen Konzepten zur Anpassung an Klimarisiken einhergeht.»

Hohe Prämien für Dürreversicherungen

Dass die diesjährigen Dürreschäden in Deutschland bei den Versicherern bisher kaum zu Buche schlagen, liegt daran, dass hiesige Landwirte ihre Felder eher gegen Hagel als gegen Dürre versichert haben.

Das liege an den hohen Prämien, die sich «kaum ein Landwirt leisten kann», sagt Rainer Langner, Vorsitzender der Kommission Sachversicherung Landwirtschaft beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Für Entwarnung noch zu früh

Weltweit verlief das Jahr 2018 für die Rückversicherungsbranche bisher recht glimpflich. Der Munich Re zufolge beliefen sich die versicherten Naturkatastrophenschäden im ersten Halbjahr auf 17 Milliarden US-Dollar. Und Wintersturm «Friederike», der im Januar in Deutschland und anderen Ländern Europas wütete, brachte mit 1,7 Milliarden Euro den höchsten Schaden.

Am Dienstag wurde Japan von dem schwersten Taifun seit 25 Jahren getroffen. Wassermassen überschwemmten den Flughafen Kansai in der westlichen Provinz Osaka.

Derweil kann die gefährliche Hurrikan-Saison in der Karibik noch bis November dauern - für eine Entwarnung ist es noch viel zu früh.

Mit Material von dpa

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