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Landwirte in der Krise

Sachsens Bauernpräsident fordert Hilfen vom Minister

pd/af
am
09.02.2016

Sachsens Bauernpräsident Wolfgang Vogel sieht die Politik in der Pflicht. In einem offenen Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich fordert er schnelle Hilfen für sachsens Milchbauern und Schweinehalter.

Vogel: Die Politik ist in der Pflicht

Der Präsident des sächsischen Bauernverbandes Wolfgang Vogel hat einen offenen Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich geschrieben. Kernaussage des Briefes ist: Vielen Bauern droht das Aus! Wörtlich heißt es: "Seit mehr als 15 Monaten kämpfen insbesondere wir Milchbauern und Schweinehalter mit niedrigsten Preisen. Für ein Kilogramm Milch erhalten wir zwischen 25 bis 26 Cent. Die Kosten betragen aber 35 Cent je Kilogramm. Auch beim Schweinefleisch liegen die Erzeugerpreise mit 1,25 bis 1,30 Euro weit unter den Produktionskosten von 1,65 Euro je Kilogramm. Vogel sieht die Politik in der Pflicht:

Das fordert Präsident Vogel:

  • Es kann nicht sein, dass ein politischer Konflikt auf dem Rücken von uns Bauern ausgetragen wird. Vier Cent mehr für die Milch und 30 Cent mehr für Schweinefleisch je Kilogramm für die vergangenen 15 Monate würden zur Liquidität und zur Bedienung von Krediten schon ein gehöriges Stück helfen. Eine entsprechende unbürokratische Entschädigung ist die jetzt dringend benötigte und kurzfristige Hilfe für unsere Milchvieh und Schweine haltenden Betriebe.
  • Die rechtzeitige Auszahlung der EU-Gelder sowie die Aufstockung der staatlichen Zuschüsse zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung waren ebenfalls Forderungen des Bauernverbandes, die letztlich von der Politik aufgegriffen und umgesetzt wurden.

  • Nicht zuletzt müssen auch die ausufernde Bürokratie sowie die ständigen Angriffe gegen unsere auf das Tierwohl ausgerichtete Nutztierhaltung mit immer weiteren Forderungen und Auflagen endlich gestoppt werden

Am riefende fordert Vogel: "in der nächsten Bundesratssitzung im Februar die aktuelle Situation der deutschen Bauern auf die Tagesordnung zu setzen und über kurzfristige Hilfen zu entscheiden".

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