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Analyse

Stickstoff-Preise bleiben auf niedrigem Niveau

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
06.07.2017

Im Juni haben sich sind Preise für Stickstoff-Dünger in Deutschland im Prinzip auf niedrigem Niveau seitwärts bewegt.

Dabei gab es bei Kalkammonsalpter (KAS) in der ersten Monatshälfte noch einen weiteren Rückgang, der jedoch am Monatsende wieder einkassiert wurde, berichtet dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke im agrarmanager. Anfang Juli bewegen sich die Spotmarkpreise für Kalkammonsalpter ebenso seitwärts wie die Preise für Harnstoff und AHL.  

Die Signale vom Weltmarkt sind zumindest bei Harnstoff leicht nach unten gerichtet. Bei flüssigem AHL-Dünger geht man zumindest an den Exporthäfen der USA von deutlich nachgebenden Preisen aus.

Harnstoff nach Rückgang seitwärts

An den deutschen Spotmärkten sind die Harnstoffpreise in der ersten Monatshälfte weiter zurückgegangen und haben sich ab Mitte Juni auf diesem ermäßigten Niveau stabilisiert. Dabei drückt auch der starke Euro weiterhin auf die in Dollar gehandelten Mineraldünger. Ende Juni kostete granulierter Harnstoff an den deutschen Importhäfen etwa 248 Euro je t und damit 7 Euro weniger als Ende Mai, als die Preise etwa bei 255 Euro lagen.

Anfang Juli bewegten sich die Spotmarkpreise für Harnstoff zunächst einmal auf dem sehr niedrigen Niveau vom Juni seitwärts. Am Weltmarkt zeigt die Preis-Tendenz für den Juli eher leicht nach unten als nach oben.

AHL-Preise im Juni seitwärts

Die Spotmarkpreise für Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) lagen an den deutschen Importhäfen Ende Juni bei 148 Euro und waren eben so hoch wie Ende Mai und höher als am Terminmarkt (136 Euro). Im März hatten die AHL-Preise allerdings noch zwischen 155 und 160 Euro gelegen und damit etwa 7 bis 12 Euro über den aktuellen Preisen.

Anfang Juli liegen die deutschen Spotmarkpreise für AHL unverändert bei 148 Euro je t.

Am Weltmarkt zeigt die Preis-Tendenz für AHL-Dünger für den Juli allerdings sehr deutlich nach unten wie die Preisentwicklung in den USA erkennen lässt.

Kalkammonsalpter zuletzt stabil

Die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpter (KAS) sind an den deutschen Importhäfen in der ersten Junihälfte weiter zurückgegangen. Dieser Rückgang wurde in am Monatsende jedoch wieder einkassiert.

Ende Juni lagen die Preisforderungen für die Verladung von Kalkammonsalpter (KAS) bei 182 Euro je t und damit 8 Euro niedriger als Ende Mai mit 190 Euro je t. Ende April hatten die KAS-Preise bei 203 Euro gelegen und waren 15 Euro höher als jetzt.

Anfang Juli liegen die deutschen Spotmarkpreise für Kalkammonsalpter unverändert bei 182 Euro je t.

Weitere Informationen zu den aktuellen Düngerpreisen lesen Sie im agrarmanager.

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