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Fleischverarbeitung

'Westcrown' genehmigt: Danish Crown und Westfleisch dürfen kooperieren

© WestCrown
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Eva Eckinger , agrarheute
am
04.12.2015

Die beiden europäischen Fleischvermarkter Danish Crown und Westfleisch dürfen als "Westcrown" gemeinsame Sache machen. Das Kartellamt erteilte nun die Genehmigung für das Joint Venture.

Unter dem Namen "Westcrown" dürfen der dänische Fleischvermarkter Danish Crown und das deutsche Unternehmen Westfleisch eine 50:50 Kooperation für Sauenfleisch beginnen. Das europäische Kartellamt in Brüssel bewilligte das Joint Venture der beiden genossenschaftlichen Fleischvermarkter, wie Westfleisch mitteilte.

Die Zusammenarbeit soll laut Kjeld Johannesen, Geschäftsführer von Danish Crown, bereits Anfang 2016 starten.

Höhere Erlöse für Landwirte

Westcrown wird sich auf den Bereich der Sauenzerlegung und -vermarktung konzentrieren. "Durch die Investitionen in die eigene Zerlegung können wir unseren Lieferanten und Mitgliedern bessere Konditionen bieten. Wir vermeiden dadurch einen Zwischenschritt in der Wertschöpfungskette und erhöhen so die Erlöse für unsere Kooperationspartner aus der Landwirtschaft", erklärt Johannesen.

Umzug nach Niedersachsen

Nach Zustimmung der Brüsseler Wettbewerbsbehörde wird die Produktion im nordrhein-westfälischen Schöppingen demnächst starten. Im ersten Halbjahr 2016 erfolgt dann jedoch der Umzug in die neuen Räumlichkeiten nach Dissen in Niedersachsen, wie Christian Leding, Vorstandsmitglied der Westfleisch SCE, mitteilt.

325.000 Sauen jährlich geschlachtet

Der dänische Vermarkter Danish Crown schlachtet Unternehmensangaben zufolge jährlich 325.000 Sauen in Dänemark. Die Sauenhälften gingen jedoch vorwiegend an deutsche Kunden. Westfleisch wiederum zerlegt laut eigenen Berichten am Standort Schöppingen aktuell etwa 350.000 in Lohn geschlachtete Sauen.

Im neuen Westfleisch-Center in Dissen wird nun die gemeinsame Zerlegung und Vermarktung erfolgen.

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