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Hygieneverordnung

Zerlegen erlaubt: Kleine und mittlere Schlachtbetriebe werden entlastet

© Mühlhausen/landpixel
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Eva Eckinger , agrarheute
am
01.12.2015

Die Bundesregierung hebt für mittlere und kleine Schlachtbetriebe das Verbot auf, Fleisch im Schlachtraum zu zerlegen und zu verarbeiten. Man möchte so die regionale Erzeugung und Vermarktung stärken.

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilt, soll für kleinere und mittlere Schlachtbetriebe künftig eine Entlastung erfolgen. Handwerklich strukturierte Schlachtbetriebe dürften demgemäß wieder Fleisch im Schlachtraum zerlegen und verarbeiten. Dies erfolge im Zuge der Anpassung der Vorschriften zur Durchführung des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts, so das Ministerium.

Regionale Betriebe und Landwirtschaft unterstützen

Das nationale Verbot, Fleisch in Schlachträumen zu zerlegen und zu verarbeiten, ist somit für kleine und mittlere Betriebe aufgehoben. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte, mit der Aufhebung des Verbotes die regionale Lebensmittelproduktion stärken zu wollen. Immer mehr Verbraucher würden beim Lebensmittel-Einkauf Wert darauf legen, Betriebe und Landwirtschaft in ihrer Nähe zu unterstützen und regionale Arbeitsplätze zu sichern.

Versorgung mit regionalen Produkten stärken

Man wolle damit die Grundlage für eine noch bessere Versorgung mit regionalen Produkten - insbesondere im ländlichen und dörflichen Raum, schaffen, argumentiert Schmidt. "Dazu hat mein Ministerium schon im Januar 2014 das "Regionalfenster" und damit eine klare, zuverlässige und transparente Kennzeichnung regionaler Produkte eingeführt", erklärt der Minister.

Etwa 250 Betriebe von Aufhebung betroffen

Die Abschaffung der Vorschrift betrifft etwa fünf Prozent der rund 5.000 Schlachtbetriebe. Für diese 250 handwerklich strukturierten Betriebe wird es nun wieder zugelassen, Vieh im Schlachtraum auch zu zerlegen und zu verarbeiten.

Das Bundesministerium teilte mit, dass die entsprechende Verordnung im März 2016 in Kraft treten soll.

Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Martina Hungerkamp
Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Martina Hungerkamp
Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Martina Hungerkamp
Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Martina Hungerkamp
Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Martina Hungerkamp
Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Martina Hungerkamp
Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Martina Hungerkamp
Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Martina Hungerkamp
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