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Agrarpreise im Oktober weiter befestigt

Agrarpreise im Oktober weiter befestigt
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
31.10.2016

des Oktobers hat der AMI-Index für Agrarrohstoffe auf 118,3 Punkten zugelegt und damit exakt zum Vorjahreswert aufgeschlossen. Weiteren Auftrieb erhielt der Index durch gestiegene Erzeugerpreise für Futtergetreide, Raps und Rohmilch. Da der Rohstoff Milch bis zum Jahresende wohl knapp bleiben dürfte, ist in den kommenden Monaten mit weiteren Aufschlägen bei den Milcherzeugerpreisen zu rechnen.

Demgegenüber stürzte der Preis für Schlachtschweine aufgrund der stockende Nachfrage regelrecht ab. Der jahreszeittypische Trend schwächerer Schweinepreise könnte im November außer Kraft gesetzt werden. Da im Oktober die Preise bereits sehr stark fielen, deutet vieles auf eine Verschnaufpause der Preise auf dem zuvor deutlich verminderten Niveau hin.

Futtergetreidegeschäfte noch lebhaft

Unverändert lebhafte Geschäfte mit Futtergetreide sorgten im Oktober für vergleichsweise feste Preise. Aufschläge gab es jüngst aber nicht mehr überall und wenn, dann waren sie oft nur noch klein. Trotzdem schwindet vor allem beim Weizen die Preisdifferenz zwischen Futter- und Brotqualitäten. Ohnehin zeigt die Mischfutterindustrie deutlich mehr Kaufinteresse als Mühlen oder Exporteure. In den kommenden Wochen dürfte die Nachfrage nach Futtergetreide nachlassen. Mischfutterhersteller hatten ihre Bedarfslücken an Gerste und Weizen ohnehin bis Jahresende bereits gedeckt und zuletzt nur die sich auftuenden Maislücken gedeckt.

Rapspreise über 400 EUR/t auf 3-Jahreshoch

Steigende Preise und anhaltend geringe Abgabebereitschaft charakterisieren den aktuellen Rapsmarkt. Die Notierungen der Terminbörse stiegen kräftig an und bescherten auch dem Kassamarkt feste Tendenz. Seit Ende September legte der Fronttermin in Paris um über 20 EUR/t zu. Aber spürbar angekurbelt hat der Preisanstieg die Abgabebereitschaft der Erzeuger nicht. Ganz im Gegenteil – die Preisvorstellungen der Parteien driften jetzt noch weiter auseinander. Die Landwirte wittern Morgenluft und hoffen nun wieder auf die 400 EUR/t. Davon sind die zuletzt genannten 393 EUR/t im Streckengeschäft aber gar nicht mehr so weit entfernt.

Anstieg der Milchpreise setzt sich fort

Die produktseitig festen Tendenzen am Milchmarkt haben auch die Preise auf der Erzeugerebene weiter nach oben getrieben. Seit September hat sich der Anstieg spürbar verstärkt, auch wenn sich die Preise für Rohmilch nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegen. Da der Rohstoff Milch bis zum Jahresende wohl knapp bleiben dürfte, ist in den kommenden Monaten mit weiteren Aufschlägen zu rechnen, womit die Vorjahreslinie bis zum Jahresende überschritten werden dürfte. So haben einzelne Molkereien bereits weitere, teils deutliche Anhebungen der Auszahlungspreise angekündigt.

Schlachtschweinepreis stürzt ab

Nachdem sich der Markt für Schlachtschweine in den Sommermonaten für lange Zeit weitestgehend ausgeglichen präsentierte, stürzten die Preise im Oktober deutlich ab. Obwohl sich die Lage Ende Oktober langsam stabilisiert, dürfte auch in den kommenden Wochen ein latenter Preisdruck vorherrschen.

Wie um diese Jahreszeit üblich ging die Nachfrage nach Kühen in den vergangenen Wochen spürbar zurück. Zugleich fiel das Angebot umfangreich aus, die Preise standen unter Druck. Auch in den kommenden Wochen dürfte sich daran wenig ändern. Bei den Jungbullen sind dagegen Aufschläge üblich, das Angebot wird auch weiterhin vergleichsweise klein bleiben.

Natürlich informiert – Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.

Möchten Sie mehr wissen? – Rufen Sie mich unter der nebenstehenden Telefonnummer persönlich an oder nutzen Sie unsere Onlinedienste mit ausführlichen Analysen und Prognosen zur Markt- und Preisentwicklung für Ihre Einkaufs- und Verkaufsentscheidung:

Marktexperten

Christian Alter

Geschäftsführer AMI


Tel.: (0228) 33805-511
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen zu den internationalen Märkten, beste Kontakte zu Organisationen des gesamten Agribusiness, Referent auf Veranstaltungen zu den Rohstoffmärkten für Lebensmittel.