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Agrarrohstoff-Index übertrifft 120-Punkte-Marke

Agrarrohstoff-Index übertrifft 120-Punkte-Marke
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
28.11.2016

Erstmals seit Juli 2015 hat der AMI-Index für Agrarrohstoffe wieder die Marke von 120 Punkten geknackt. Angetrieben von deutlich gestiegenen Preisen für Rohmilch, aber auch von festen Tendenzen an den Getreide- und Rapsmärkten stieg der Index im November auf einen neuen Jahreshöchststand von knapp 123 Punkten. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe um 2,5 %, im Vorjahresvergleich erreichte das Plus knapp 5 %. Die feste Preisentwicklung dürfte sich wohl auch zum Jahresende hin fortsetzen.

Milchpreise: Aufschwung gewinnt an Fahrt

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland stehen kurz davor, die 30-Cent-Marke zu erreichen. Nach einer anfänglich nur zögerlichen Erholung haben die Molkereien ihre Auszahlungsleistungen im dritten Quartal des laufenden Jahres massiv angehoben. Weitere Korrekturen nach oben stehen im Raum, wodurch bis zum Jahresende das ausgesprochen niedrige Niveau von 2015 deutlich übertroffen werden dürfte. Damit haben sich die in der zweiten Jahreshälfte spürbar gestiegenen Erlöse für Milch und Molkereiprodukte auch auf Erzeugerebene niedergeschlagen.

Zu Jahresbeginn 2017 dürften sich die Preise für Milch und Milchprodukte auf allen Vermarktungsebenen oberhalb der Vorjahreslinie bewegen. Bei den Milcherzeugerpreisen stabilisieren zunächst die längerfristigen Abschlüsse zwischen Molkereien und Handel für Käse und Milchfrischprodukte sowie Butter auf deutlich höherem Niveau, die teils bis weit ins neue Jahr fixiert sind, den Verlauf. Die Inlandsvermarktung über den Handel ist aber nur ein Teil der Absatzseite. Für stabile oder sogar weiter steigende Rohmilchpreise müssten sich auch die Erlösmöglichkeiten der Molkereien im innereuropäischen Industriegeschäft und beim Export in Drittländer entsprechend fest entwickeln.

 

Schlachtschweinepreis hat sich Ende November wieder stabilisiert

Nachdem sich der Markt für Schlachtschweine in den Sommermonaten für lange Zeit weitestgehend ausgeglichen präsentierte, stürzten die Preise im Oktober deutlich ab. Mitte November gab es hingegen im Zuge der regen Nachfrage nach Schlachtschweinen wieder eine moderate Aufwärtsbewegung. Aufgrund der weiterhin zu erwartenden hohen Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen sind größere Abschläge im Dezember unwahrscheinlich. Mit Blick auf dem Kalender sollten im aktuellen Jahr, nicht wie sonst in den Vorjahren üblich, kaum Überhänge an Schlachtschweinen zum Jahreswechsel anfallen. Der Grund: In diesem Jahr gibt es sehr wenige zusätzliche Feiertage um Weihnachten herum.

Wie um diese Jahreszeit üblich ging die Nachfrage nach Kühen in den vergangenen Wochen zurück, aber auch das Aufkommen womit sich stabile Erzeugerpreisen ergaben. Bei den Jungbullen sind dagegen fortgesetzt Aufschläge üblich. Mitte Dezember dürften die Preisspitzen bei den Jungbullen erreicht sein. Das Angebot ist auch weiterhin begrenzt, bei einer verstärkten Nachfrage der Schlachtereien.

Uneinheitlicher Getreidemarkt

Während Brotgetreide auf schwindende Nachfrage stößt, bleibt der Inlandsabsatz von Futtergetreide stetig und sorgt für feste Preise. Insgesamt profitierten alle Getreidepreis von fester Tendenz am Weltmarkt. Brotgetreide verteuerte sich im Schnitt um 2 % gegenüber Vormonat, Futtergetreide um 3 %. In den kommenden Wochen dürfte das Interesse an Brotweizen zunehmen, da die Exportgeschäfte langsam an Fahrt aufnehmen, demgegenüber zeigen Mischfutterhersteller gute Deckung, was die Nachfrage drosselt. Raps setzt seinen Aufwärtstrend ungebremst fort und bleibt damit die einzige Druschfrucht, die spürbar höher bewertet wird als im Vorjahr.

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Marktexperten

Christian Alter

Geschäftsführer AMI


Tel.: (0228) 33805-511
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen zu den internationalen Märkten, beste Kontakte zu Organisationen des gesamten Agribusiness, Referent auf Veranstaltungen zu den Rohstoffmärkten für Lebensmittel.