Login

AMI beim internationalen Treffen von Schweinemarktexperten (IMPA) dabei

AMI beim internationalen Treffen von Schweinemarktexperten (IMPA) dabei
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
07.10.2016

Marktexperten aus dem Vereinigten Königreich, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Ungarn sowie aus Schweden und den Niederlanden kamen kürzlich zum IMPA-Meeting in Berlin zusammen. Intensiv wurden die Schweinemärkte in den EU-Staaten beleuchtet, neueste Verordnungen und Gesetze zum Tierschutz, zur Reduzierung des Medikamenteneinsatzes in der Tierhaltung, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Polen, sowie der derzeitige Stand von neuen Handelsabkommen inklusive möglicher Auswirkungen des BREXITS diskutiert.

Chancen und Risiken in China
Der Importsog an Schweinefleisch in China beinhaltet auch eine große Marktabhängigkeit für die EU. Karsten Flemming, Marktexperte aus Dänemark, erwartet im Jahr 2017 wieder eine wachsende Schweineproduktion in China und einen etwas geringeren Importbedarf an Schweinefleisch. Zudem wird der Wettbewerb zwischen den Anbietern der EU, USA, Kanada und auch neuerdings Brasilien steigen. Aktuell liegen zum Beispiel die Schweinepreise in den USA unter 1,10 EUR/kg SG. In Brasilien haben zudem kürzlich etliche Vermarkter die Lizenzen für den Export nach China erhalten. Beide Entwicklungen dürften den Wettbewerb um den lukrativen chinesischen Markt erschweren.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus
Ein weiteres Thema war die grassierende Afrikanische Schweinepest in den baltischen Staaten, in Russland, der Ukraine und in Weißrussland, die sich in der Ausbreitung gen Westen nicht durch Ländergrenzen aufhalten lässt. Jüngste neue Fälle in Polen bestätigen dies. Fatalerweise gibt es kein wirksames Bekämpfungsprogramm. Hier besteht dringender Handlungsbedarf auch seitens der EU-Kommission. Wenn die Seuche Deutschland erreicht hat, sind alle Maßnahmen zu spät, so der Vertreter aus Belgien Luc Verspreet.

Produktion in Spanien wächst weiter
In Spanien hält der expansive Anstieg der Produktion und der Fleischerzeugung ungebremst an. Das spanische Modell der integrierten Produktion, in dem Lohnmast im großen Stil betrieben wird, ist sehr erfolgreich. Mittlerweile findet 65 % der gesamten Schweineproduktion in Spanien auf diesem Weg statt. Für die Mäster ein lukratives Geschäft. Egal wie die Preisschwankungen sind, bekommen die Landwirte 12 EUR für das fertige Mastschwein, Kosten wie Futter, Ferkel und Tierarzt trägt der Vertragspartner. Das lässt die Schweinehalter ruhig schlafen und optimistisch in die Zukunft blicken, so Miguell Angel Higuera.

Zum Abschluss gab es eine Tischumfrage, an der jeder Landesvertreter, so auch die Vertreter der AMI, Dr. Tim Koch und Matthias Kohlmüller nach den Preisprognosen für das Jahr 2017 befragt wurden. Die Antworten dazu und noch viele andere interessante Insiderauskünfte können Sie im Markt Seminar „Vieh und Fleisch“ am 25. Oktober 2016 in Bonn bekommen.

Interessieren Sie sich für die Entwicklungen der Vieh- und Fleischmärkte? Welche Trends und Prognosen gibt es? Dann können Sie sich umfassend in unseren Markt Seminar „Vieh- und Fleischmarkt – Kauft China Europa leer“ am 25. Oktober 2016 informieren.

Marktexperten

Herr Matthias Kohlmüller - AMI Experte für Fleischwirtschaft

Matthias Kohlmüller

Marktanalyst Fleischwirtschaft


Tel.: (030) 8109597-12
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu europäischen Organisationen (IMPA Meeting) und Mitglied im EU-Prognoseausschuss, Mitarbeit in Fachgremien und im Bundesmarktverband. Referent auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.