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AMI Rohstoff-Index im Dezember etwas schwächer

AMI Rohstoff-Index im Dezember etwas schwächer
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
20.12.2018

(AMI) – Zum Jahresende hat der deutsche Agrarrohstoff-Index leicht verloren. Er gab im Vergleich zum November um 0,6 Punkte auf 132,2 Zähler nach. Während Getreide zu steigenden Preisen gehandelt wird, verharren die Preise für Schlachtschweine seit Oktober auf unverändertem Niveau. Wieder leicht schwächere Tendenzen werden bei den Erzeugerpreisen für Rohmilch erwartet.

Mit einem kleinen Kursfeuerwerk und infolgedessen steigenden Preisen beendet der Getreidemarkt das Jahr 2018. Die Aussicht auf wachsende Exportchancen und ungünstige Erntemeldungen von der Südhalbkugel ließen die Notierungen in Paris und Chicago sprunghaft steigen und boten damit die nötigen Impulse für den deutschen Kassamarkt. Abgeschlagen ist indes Mais, der sich aufgrund des massiven Konkurrenzdruckes von Importware in den vergangenen Wochen preislich kaum noch entwickelte. Der Verlierer der Saison ist aber eindeutig Raps. Zwar konnten im Sommer und im Vorfeld der katastrophalen Ernte, die Preise sprunghaft ansteigen. Dieses Niveau hat er aber nicht halten können.

Die Erzeugerpreise für Kuhmilch haben sich ab Juli befestigt und im November wieder nahezu das Niveau vom Jahresbeginn erreicht. Damit dürfte die Befestigung zur Mitte des vierten Quartals jedoch ihr Ende finden. Zum Jahresende sind wohl eher wieder unveränderte bis leicht schwächere Tendenzen zu erwarten.

Trotz der zuletzt regen Nachfrage nach Schlachtschweinen verharrt der Preis seit Oktober auf unverändertem Niveau. Das Angebot an Kühen ist im Dezember deutlich zurückgegangen, die rege Nachfrage ermöglichte Preisaufschläge. Der Handel mit Jungbullen stockte dagegen und auch zu Beginn des neuen Jahres sind kaum Impulse zu erwarten.

Natürlich informiert – Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.

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Marktexperten

Anna Effertz - AMI Junior-Produktmanagerin Agribusiness

Anna Effertz

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-514
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

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